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Rente

Mannheimer Ökonom für längere Lebensarbeitszeit

Eckhard Janeba warnt vor Schieflage im Umlagesystem

Von 
Walter Serif
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Mannheim. Gesamtmetall-Chef Stefan Wolf hat mit seinem Vorstoß zur Rente mit 70 eine hitzige Debatte ausgelöst. Der Ökonom Eckhard Janeba von der Universität Mannheim erklärte dies im Interview damit, dass das Thema „ein Tabu“ sei. „Wir erwarten alle, dass wir länger leben und besser versorgt werden, sind aber nicht bereit, dafür mehr zu tun. Das kann so natürlich nicht funktionieren“, sagte er und ergänzte: „Alle Projektionen sagen voraus, dass die Menschen immer älter werden, dann muss die Rente auch durch eine längere Lebensarbeitszeit finanziert werden. Da steckt ja eine ökonomische Logik dahinter, die viele nicht gerne hören.“

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Janeba sprach sich für flexible Modelle beim Renteneintrittsalter aus. „Wir haben doch an allen Ecken und Enden in Deutschland einen großen Mangel an Arbeitskräften, auch weil immer mehr Babyboomer in Rente gehen“, sagte er.

Ohne eine radikale Rentenreform sei das Umlagesystem nicht zu retten: „Wenn immer weniger Arbeitnehmer Rentenbeiträge einzahlen, dafür aber immer mehr Menschen eine Rente beziehen, gerät das System in Schieflage.“ Der Ökonom nannte als mögliche Reformschritte höhere Rentenbeiträge, ein Abschmelzen der Renten oder eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit. Ein Aufstocken der Bundeszuschüsse sieht er kritisch. „Wir brauchen diese Mittel für die großen Aufgaben der Zukunft wie die Energiewende oder den Ausbau der Infrastruktur.“

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Redaktion Reporter für Politik und Wirtschaft

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