Mehrweg

Kritik an Gastronomie

DUH beobachtet schleppende Umsetzung

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tat
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Durch Essen zum Mitnehmen entsteht viel Müll.

Berlin/Rhein-Neckar. Wer Essen oder Getränke zum Mitnehmen verkauft, muss seit Jahresbeginn neben einer Einweg- auch eine Mehrweg-Verpackung dafür anbieten. Betroffen sind unter anderem Bäckereien, Fastfoodketten und Restaurants. Nach Einschätzung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) setzen viele Anbieter die Regelung bisher aber nicht oder nur schleppend um. So fehlten oft die vorgeschriebenen Hinweise, die die Kundschaft über das Mehrwegangebot informieren, kritisiert Thomas Fischer, Bereichsleiter Kreislaufwirtschaft bei der DUH.

Teilweise würden Anbieter bei Testbesuchen damit vertrösten, dass die Vorgabe neu sei. „Dabei hatten die Betriebe über ein Jahr Zeit, sich vorzubereiten.“ Fischer mutmaßt: „Offenbar sieht man das Thema in der Gastronomie als Pflicht, die man sich gerne vom Hals halten möchte“. Beim baden-württembergischen Hotel- und Gaststättenverband Dehoga weist man solche Vorwürfe zurück: „Es gibt in der Gastronomie keine Gegnerschaft zu Mehrweg“, sagt Sprecher Daniel Ohl. Er gehe vielmehr davon aus, dass manche Betriebe überfordert seien. Gastronomen müssten viele Vorschriften erfüllen, dazu komme Personalmangel. „Wir denken, dass das eine Anlaufzeit braucht“, so Ohl. tat

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