Die gute Nachricht

Elektromobilität in der Region Rhein-Neckar nimmt Fahrt auf

„Die Stimmung hat sich zugunsten von E-Autos gewandelt", sagt Dietmar Clysters von der Kfz-Innung Rhein-Neckar-Odenwald. Zahlen aus dem Rhein-Neckar-Kreis belegen das. Ein Bundesland legt bei E-Autos besonders stark zu

Von 
Alexander Jungert
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Brüssel/Flensburg/Rhein-Neckar. In der Regel sind Elektroautos wesentlich effizienter als Verbrenner. Sie brauchen weniger Verschleißteile. Und sie haben über ihren Lebenszyklus gerechnet oft schon heute eine deutlich bessere Kohlendioxid-Bilanz als Diesel oder Benziner. Allerdings: Je schwerer die Fahrzeuge, desto schädlicher seien sie auch für die Umwelt, erklärt Branchenexperte Stefan Bratzel im „Handelsblatt“. Viele Stromer, vor allem SUVs, sind seiner Meinung nach übermotorisiert.

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Um im großen Ganzen anzufangen: In der Europäischen Union ist der Anteil batteriebetriebener Fahrzeuge im dritten Quartal erneut gestiegen. Zwischen Juli und September machten diese fast zwölf Prozent aller neu zugelassenen Pkw aus, wie der Branchenverband Acea in Brüssel mitteilt. Das sind rund zwei Prozentpunkte mehr als im Vergleichszeitraum. Auch Plug-in-Hybride - also Fahrzeuge, die Benzin- und Elektroantrieb kombinieren - legten in der Auswertung von Acea leicht auf 22,6 Prozent zu.

"Stimmung hat sich gewandelt"

Bei der Verkehrswende scheint sich also etwas zu tun. Diese gute Nachricht zeigt auch ein Blick in die Zulassungsstatistik des Kraftfahrt-Bundesamts in Flensburg. So ist die Zahl batteriebetriebener Autos zwischen Januar und Ende September 2022 in Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen - in Hessen dabei besonders stark, nämlich von 21 404 auf 28 845 Fahrzeuge.

Dietmar Clysters ist Obermeister und Sprecher der Kfz-Innung Rhein-Neckar-Odenwald. Er führt viele Gespräche mit Autohändlern in der Region. „Verbraucherinnen und Verbrauchern sind offener geworden“, sagt er. „Die Stimmung hat sich zugunsten von E-Autos gewandelt.“ Viele hätten gesehen, dass sich solche Modelle durchaus im Alltag bewähren könnten. Clysters hat Zahlen aus dem Rhein-Neckar-Kreis besorgt: Im Januar wurden 5989 Elektrofahrzeuge gezählt, im Oktober schon 8483. Der Obermeister weiß aus Erfahrung, dass diese Zahlen in Mannheim ähnlich liegen dürften.

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Beliebte Kaufprämien

Der Trend zur Elektromobilität lässt sich zudem daran ablesen, wie stark staatliche Kaufprämien abgeschöpft werden. So berichtet das Kraftfahrzeuggewerbe Baden-Württemberg, dass bislang rund 228 000 Umweltboni in den Südwesten geflossen sind. Das Interesse an der staatlichen Förderung der Elektromobilität sei so groß wie nie, stellt der Verband fest. Sorge macht man sich jedoch, weil die staatliche Förderung ab nächstem Jahr gekürzt werden soll. Mit diesen Plänen riskiere die Bundesregierung, dass der Elektroautomarkt in der kommenden Zeit an Dynamik verliere und künftig wieder mehr Verbrennerfahrzeuge gekauft würden, kritisiert das Kraftfahrzeuggewerbe Baden-Württemberg. (mit dpa)

Redaktion Alexander Jungert, 1980 in Bruchsal geboren, hat beim "Mannheimer Morgen" volontiert und ist seit 2010 Wirtschaftsredakteur. Während des Studiums arbeitete er unter anderem für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und den "Tagesspiegel" in Berlin. Schreibt am liebsten darüber, was regionale Unternehmen und deren Mitarbeiter umtreibt.

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