Pflege kostet – und das nicht zu knapp!

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Auch wenn die Bundesregierung noch so sehr bemüht ist, pflegende Menschen als auch selbst Erkrankte zu entlasten muss man eindeutig sagen: Pflege kostet Geld! Es gibt so einige Möglichkeiten, wie man Geld sparen kann oder sogar Geld erhalten kann. Was genau Sie tun können und welche Möglichkeiten Sie unter gewissen Umständen haben erfahren Sie in meinem heutigen Beitrag.

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Die Erkenntnisse einer pflegenden Angehörigen - Frau G. erläutert ihre Sicht der Dinge

Ich selbst habe es schon am eigenen Leib gespürt: Pflege hat nicht nur viele persönliche Gesichter, sondern auch viele finanzielle. Was bedeutet das genau? Das heißt im Detail, dass es in der Pflege Kosten gibt, die nicht gleich ersichtlich sind. Kosten sind in diesem Fall finanzielle Belastungen oder Ausfälle, die auftreten, wenn man jemanden pflegt oder selbst erkrankt ist. Als ich meine Mutter pflegte war ich selbstständig (was ich auch heute noch bin). Mein Beruf war sehr herausfordernd und anstrengend, mit vielen Reisen verbunden. Größere Aufträge konnte ich aufgrund der Pflegesituation nicht mehr ausführen, da die Arbeit meistens mit einem längeren Auslandsaufenthalt verbunden war. Somit gingen mir nicht nur Aufträge durch die Lappen, sondern ich musste auch an meine finanziellen Reserven. Gott sei Dank war meine Mutter relativ gut abgesichert durch die Pension meines Vaters und durch eigene Rente, die sie erhielt. Auch das Pflegegeld war eine Erleichterung für uns. Doch dies war eine Situation, die bereits Jahre her ist. Pflege wird immer teurer und alleine die staatliche Absicherung oder die Krankenversicherung, decken bei weitem nicht die Kosten ab, die unterschiedliche Krankheitsbilder verursachen. Als eine Folge dessen, sind letztes Jahr die Kosten der privaten Pflegezusatzversicherungen durch die Decke gegangen.

Die private Altersvorsorge muss mitunter Federn lassen

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Ich hatte zu der Zeit meine Lebensversicherungen entweder beliehen, Beitragszahlungen ausgesetzt, oder gar gekündigt. Natürlich war es unterm Strich ein Verlustgeschäft. Doch interessanterweise konnte ich dennoch eine ziemlich stattliche Summe nachträglich erhalten. Wie genau das funktioniert?  Es gibt unterschiedliche Ansätze. Sie können entweder Ihre Lebensversicherung verkaufen oder Sie widerrufen Ihre Lebensversicherungen, denn so manch ein Lebensversicherer hatte fehlerhafte Versicherungsbedingungen im Vertragswerk, die man rückwirkend heute gerichtlich angehen kann. Genaueres lesen Sie auf unsere Webseite oder in unserem Newsletter Archiv in den Ausgaben Juli und August 2020.

Krankenversicherungen: Sind sie offen für einen Wechsel?

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Doch nicht nur die Altersversicherungen können eventuell noch einen finanziellen Nutzen bringen: Egal ob Sie in der gesetzlichen oder der privaten Krankenversicherung versichert sind - Sie können Geld sparen oder sogar Geld zurückerhalten. Gehen wir zunächst von der gesetzlichen Krankenversicherung aus: Jeder, der in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert ist, hat die Möglichkeit, seine Krankenversicherung zu wechseln. Die Basis hierfür ist ein Vergleich der verschiedenen Leistungen, die die Kassen anbieten, die sie mit ihren eigenen Wünschen und Bedürfnissen vergleichen können. Das heißt im Klartext: wenn ein Versicherungsnehmer viel Wert auf homöopathische oder alternative Heilmethoden legt, ist er besser bei einer Krankenkasse aufgehoben, die solche Leistungen kostengünstig oder gar kostenfrei anbietet. Selbst wenn der Tarif dadurch eventuell etwas höher ist als in einer anderen Kasse, kann das für den Versicherten ausschlaggebend sein die Kasse zu wechseln. Immer noch machen viel zu wenige Versicherte von ihrem Recht Gebrauch, die Kasse zu wechseln.

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Von Beitragserhöhungen in der PKV profitieren

Wenn Sie privat versichert sind, dann gibt es die Möglichkeit prüfen zu lassen, ob sie eventuell Beiträge zurückerstattet bekommen, die nicht korrekt von den privaten Versicherern erhöht wurden. Auch hier geht es wieder um fehlerhaft formuliertes Vertragswerk. Eine Rechtsanwaltskanzlei, mit der die Pflegenetzwerke kooperieren, bietet in den nächsten Wochen zwei kostenlose Veranstaltung im Internet an, bei denen sie diese Möglichkeit genauestens erläutern. Vielleicht ist es auch etwas für Sie? Informieren Sie sich auf unserer Webseite und melden Sie sich an. Die Termine sind am 03.02. um 12.00 oder am 10.02. um 18.00. Näheres dazu finden Sie auf unserer Webseite. Zur Anmeldung reicht eine formlose E-Mail mit Hinweis auf das Datum.

In all diesen Fragen können Sie sich an uns wenden. Wir können Ihnen behilflich sein, sich optimal aufzustellen. Der Gründer der Pflegenetzwerke und mein Geschäftspartner, Herr Yves Remelius, u.a. Experte im Bereich Pflege- und Krankenversicherungsbereich und das seit fast drei Jahrzehnten. Sie können uns über das Kontaktformular auf unserer Homepage erreichen oder telefonisch unter 0621-49 08 45 60.

Wenn man einen Pflegefall im persönlichen Umfeld hat, kann man nie genug finanzielle Reserven haben. Auch wenn heute nicht mehr ganz so schnell ans private Eigentum gegangen wird, kann man nicht sagen, wie lange dies noch so bleibt. Denn wir alle werden den finanziellen Kraftakt mit stemmen müssen, den die Pandemie verursacht hat und noch verursachen wird.

Ich möchte Sie nicht erschrecken – im Gegenteil. Ich möchte Ihnen aufzeigen, wo es noch Möglichkeiten gibt, seine finanziellen Ressourcen aufzustocken oder zu optimieren.

In diesem Sinne: Bleiben Sie gesund und bis nächste Woche. Dann mehr zum Thema Masken.

Waltraud Gehrig