Masken – Fluch und Segen zugleich

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Zu Beginn der Pandemie hieß es, dass Masken weder sich noch andere vor dem Virus schützen. Diese Meinung herrschte Wochen vor und wurde auch von offiziellen Stellen vehement vertreten. Doch dann kam die Wende...

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Die Erkenntnisse einer pflegenden Angehörigen - Frau G. erläutert ihre Sicht der Dinge

Man war sich einig, dass Masken zumindest die anderen Menschen bis zu einem gewissen Grad schützen. Ein regelrechter 'run' auf Stoffmasken war das Resultat, was zudem die Preise in die Höhe trieb. Doch es geht nicht nur um die Maskenpflicht. Es ist wichtig zu wissen, wie genau man eine Maske anlegt, wie man sie abzieht und wie man sie sicher verwahrt.

Maskentragen mit Brille und Hörgerät

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Sehr herausfordernd ist es besonders für Menschen, die z.B. ein Hörgerät tragen und gleichzeitig noch Brillenträger sind.  Wenn sie als älterer Mensch noch zudem an einer rheumatischen oder anderen Gelenkerkrankungen leiden so kann das Anlegen oder Absetzen einer Maske ein großes Problem darstellen.  Haben wir in generell auch einen Überblick wie lange wir eine Maske tragen oder wenn Sie z.B. im Auto liegt wessen Maske es war?  All diese Momente erfordern enorm viel Selbstdisziplin und bei jüngeren Menschen und Erwachsenen, die nicht ein spezielles Handicap oder Einschränkungen körperlicher Art aufweisen.

Infos zu Masken und was zu beachten ist

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Fundierte Erklärungen zum Thema Masken mit Hintergrundinformationen fasst das SWR3 Radio zusammen. Ein gutes Erklärvideo für alle möglichen Arten von Masken bietet die Apothekenrundschau. Speziell für Brillenträger hat der Marktcheck im SWR-Fernsehen gute Tipps. Aber auch findige Bastler haben Ideen, wie man das Maskentragen (z.B. mit Hörgeräten) erleichtert kann. Youtube bietet einen enormen Fundus an interessanten Videos oder Sie besuchen unseren Netzwerkpartner Hörgeräte Koob, der sowohl Visiermasken als auch Nackenhalter im Angebot hat. Auf unserer Webseite finden Sie immer wichtige Tipps und Infos. So auch den Link zu unserem Netzwerkpartner Medi-Markt, der Hilfsmittel aller Art im Angebot hat sowie FFP2-Masken, Desinfektionsmittel etc.

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Was bedeuten Maskenpflicht und Hygieneregeln für Menschen mit Demenz?

Schon die breite Masse stöhnt wegen der auferlegten Hygieneregeln. Doch wesentlich schlimmer trifft es Menschen, die geistig erkrankt sind, chronisch Kranke, die z.B. an einer Atemerkrankung leiden. Eine besonders große Herausforderung ist es, Menschen mit Demenz die Maskenpflicht zu erklären. Warum müssen sie eine Maske zu tragen? Sich regelmäßig und intensiv die Hände waschen? Zudem können Maskenträger Angst und Verwirrung bei einem an Demenz erkrankten Menschen hervorrufen, z.B. wenn dieser eine Clownphobie hat oder generell die Maske verborgene Ängste oder gar Traumata hervorrufen. Es gibt auf der Webseite der Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg gute Anleitungen und Tipps, wie Sie als pflegender Angehörige eines an Demenz erkrankten Menschen das Maskentragen bestmöglich handhaben können. Alle Regeln und Richtlinien der einzelnen Länder zu diesen Themen finden Sie auf der Seite der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. und zwar nicht nur ausgerichtet auf Demenzkranke Menschen. Sie bietet einen guten Fundus und übersichtliches Regelwerk.

Neben dem Tragen der Maske ist die Körperpflege, besonders das Händewaschen, das bereits in einer normalen Alltagssituationen in Vergessenheit gerät, ist schwierig zu bewerkstelligen. Scheuen sie sich daher nicht, um Rat und Unterstützung zu bitten, denn dies ist eine besondere Situation, die man nicht immer alleine auflösen kann. Es gibt viele Faktoren, die eine Abneigung gegen Masken beeinflussen können, die man als ‚Laie‘ nicht gleich erkennt oder auf dem Schirm hat.

Es ist eine schwere Zeit für Pflegende und Kranke

Wir sollten jedoch nicht vergessen: Zu all diesen Alltagsproblemen kommen oftmals Einsamkeit, fehlende Nähe der Betreuungspersonen und Pfleger*Innen. Ganz besonders schlimm betrifft es Menschen, die in dieser Zeit alleine leben oder im Pflegeheim sind. In Verbindung damit ist es ganz besonders belastend für pflegende Menschen, solche Situationen gemeinsam mit den Betroffenen zu meistern. Gerade in solchen Situationen benötigen Sie professionelle Hilfe und Unterstützung. Wenden Sie sich entweder an offizielle Stellen, Selbsthilfegruppen oder fragen Sie nach speziellen Hilfeangebote. Ganz tolle Angebote bietet unser Netzwerkpartner Alzheimer Gesellschaft RLP e.V., die sich rührend und sehr praxisorientiert um Betroffene kümmert und tolle Unterstützungsangebote im Gepäck hat. Und natürlich finden Sie wertvolle Tipps in unserem Newsletter.

Ich wünsche Ihnen allen Nerven aus Stahl, Durchhaltevermögen und Hoffnung auf bessere Zeiten. Alle Pflegenden leisten derzeit Außerordentliches! Seien Sie stolz auf sich und denken Sie daran, dass es das berühmte Licht am Ende des Tunnels gibt!

Es grüßt Sie herzlichst – Ihre Waltraud Gehrig