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Die Kraft der Gedanken II

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© Kranich17

Schon letzte Woche habe ich einen Beitrag verfasst zum Thema die Kraft der Gedanken. Gerade eben habe ich mir meinen Beitrag noch einmal durchgelesen, da ich wusste, dass ich heute die Fortsetzung schreiben werde. Welche Punkte sind noch wichtig?

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Mir ist aufgefallen, dass ich stark von meiner jetzigen Situation ausgegangen bin. Und obwohl wir alle heute mit besonderen Herausforderungen zu kämpfen haben ist diese Situation mit der emotionalen Seite der Pflege eines Menschen nicht unbedingt vergleichbar. Also habe ich eine Reise in die Vergangenheit gemacht: von welchem Gedanken wurde ich in der Zeit als pflegende Angehörige beherrscht? Welche Tonlage hat meine Sprache beeinflusst? Wie würde ich die Farben beschreiben, die meine Gedankenwelt umhüllten? 

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Ich sorgte mich sehr um meine Mutter, hinzu kamen Existenzängste, finanzielle Probleme und ich war oftmals allein mit all den zu meisternden Herausforderungen. Mein Lebensentwurf hat sich um 180 Grad gedreht und ich war mir lange Jahre nicht sicher, ob dies zu meinem Besseren oder zum Schlechteren geschehen war. Doch ich hatte auch sehr schöne Momente in der Pflege, wenn es meiner Mutter gut ging und wir eine schöne Zeit miteinander verbringen durften. Und diese Momente waren bei weitem nicht selten. Allerdings waren diese Jahre auch stark geprägt von Unsicherheit, von düsteren und negativen Gedanken und ich war nicht in der Lage die vornehmlich negativen in positive Gedanken zu ändern.

Die Pflegesituation als Krisenvorbereitung

Im Rückblick würde ich behaupten, dass die Pflege mich teilweise so gefestigt hat, dass ich die heutige Pandemie Situation nicht als besonders bedrohlich für mich empfinde. Ich empfinde aber eine große Dankbarkeit, dass die Pflegesituation nicht in diese Zeit gefallen ist. Doch trotz allem war die Zeit damals eine außerordentlich gute Vorbereitung für die Herausforderungen, denen ich jetzt in der Pandemie gegenüberstehe. Es gibt ein russisches Sprichwort, das besagt, dass irgendwann alles im Leben einen Sinn macht. Manchmal braucht es Jahre, bis man diesen Sinn erfasst, manchmal erkennt man ihn nie. Es braucht Lebenserfahrung, innere Einkehr, Selbstreflektion, um selbst aus den schwierigsten Momenten das Positive zu erkennen. Nichtsdestotrotz es kann gelingen es kann aber auch jahrelang dauern, bis man den Sinn einer Lebensphase für sich erkennen kann.

Mit anderen gemeinsam geht vieles leichter

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Und eines möchte ich klarstellen: ohne die vielen Gespräche mit Freunden und selbst Betroffenen hätte ich nicht die Möglichkeit gehabt, so viel Positives aus dieser Situation zu ziehen. Gespräche sind wichtig. Sie zeigen neue Perspektiven auf, die man alleine nicht auf dem Schirm gehabt hätte. Das Wissen und die Gedanken anderer helfen, um sich seiner selbst besser bewusst zu werden. Doch Reflektionen anderer Menschen oder deren ‚gut gemeinte‘ Ratschläge sollten Ihnen nicht als Maßstab dienen. Sie mögen eine Hilfestellung bieten, den Spiegel vorhalten aber bitte widerstehen Sie der Versuchung, sich mit anderen Menschen zu vergleichen. Das führt nur dazu, dass Sie irgendwann frustriert sind. 

Wie ziehe ich mich aus dem Sumpf negativer Gedanken? 

Eine treue ‚Begleiterin‘ in meinem Leben ist die Amerikanerin Louis Hay. Vor Jahrzehnten hat sie mit Büchern und Vorträgen zum Thema Affirmationen bahnbrechende Erfolge weltweit erzielte. Dabei geht es darum zu verstehen, dass wir selbst den ‚Ton‘ und die ‚Farbe‘ unserer Gedanken bestimmen. Wir selbst gestalten unser Leben und unsere Gedanken selbst. Wir übernehmen dafür Verantwortung. Als die Pandemie begann habe ich Louis Hay für mich neu entdeckt. Ich habe jeden Tag ein paar Minuten mit meinen Affirmationen meditiert und zudem regelmäßig in YouTube Videos von ihr angehört und angeschaut. Es hat sehr lange gedauert, bis ich wieder in einer ähnlichen Leichtigkeit war, die ich vor Jahren hatte. Natürlich und Gott sei Dank wird es nicht mehr so sein wie früher, denn wir verändern uns stetig. Aber ich habe wieder mehr Freude und positive Energie verspürt, an der ich mich festhalten kann und mein Leben hat sich zum Positiven verändert.

Man muss nicht in die Ferne schweifen

Wer mit dem ‚amerikanischen Ansatz‘ nicht allzu viel anfangen kann muss nicht in die Ferne schweifen, denn auch in unserer wunderschönen Stadt gibt es Menschen, die auf diese Themen spezialisiert sind und es sich zur Lebensaufgabe gemacht haben, andere Menschen in besonderen Lebenssituationen zur Seite zu stehen und zu unterstützen. Eine besonders herausragende Expertin im Bereich Lebenshilfe ist Psychotherapeutin Frau Dr. Doris Wolf, die gemeinsam mit ihrem Mann Dr. Rolf Merkle, den PAL-Verlag gründete. Beide haben unzählige Bücher zu den unterschiedlichsten Lebensthemen verfasst und sie in ihrem Verlag veröffentlicht. Ganz besonders erwähnenswert ist der Lebensfreudekalender, der 1989 erstmals veröffentlicht wurde und zum meistverkauften Kalender im deutschsprachigen Raum wurde. Hier gibt es das ganze Jahr über ‚Lebenshilfe par Excellence‘. Unter anderem war das Paar schon Ende der 1990er visionär und entwickelte die ersten Websites mit Beiträgen, Psychotests und Videos, die den Ratsuchenden als Ratgeber dienen konnten. Besonders für pflegende Angehörige gibt es hier einen riesigen Fundus zu entdecken, für viele Phasen der Pflege. Es lohnt sich, auf der Webseite des Verlags zu stöbern!

Ich wünsche Ihnen ein wunderschönes Osterfest gute, positive und lebensbejahende Gedanken und vor allem Kraft und Energie, um die Situation bestmöglich zu handhaben.

Ihre Waltraud Gehrig

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