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Kretschmann befürchtet bei Gasmangel-Lage Tausende mehr Arbeitslose

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat vor dramatischen Folgen einer Gasmangel-Lage im Winter für Arbeitnehmer und Verbraucher gewarnt.

Von 
dpa
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Stuttgart. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat vor dramatischen Folgen einer Gasmangel-Lage im Winter für Arbeitnehmer und Verbraucher gewarnt. Er gehe davon aus, dass zahlreiche Unternehmen, die Gas für ihre Produktion brauchen, dann ihren Betrieb einstellen müssten. "Da geht es im Ernstfall um Tausende von Arbeitsplätzen", sagte der Grünen-Regierungschef am Dienstag in Stuttgart. "Da geht es darum, ob den Winter durchgeheizt werden kann." Kretschmann forderte eine gemeinsame Kampagne von Bund, Ländern und Kommunen, bei der schnell konkrete Vorschläge gemacht werden müssten, wo Industrie und Haushalte Energie einsparen können.

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Der Ministerpräsident kündigte eine Regierungserklärung dazu noch vor der Sommerpause im Landtag an. Da würden alle möglichen Maßnahmen präsentiert. Allerdings ergebe es keinen Sinn, wenn Baden-Württemberg einen eigenen "Masterplan" erarbeite, das gehe nur in Zusammenarbeit mit Bund, Kommunen und anderen Ländern. Kretschmann betonte, jede und jeder könne beim Energiesparen helfen. "Jeder kann beim Duschen darauf achten, dass er wenig warmes Wasser verbraucht." Außerdem gebe es auch moderne Duschköpfe, die sparsam seien und bei denen man trotzdem ein angenehmes Duschgefühl habe. Grundsätzlich gelte es, sich beim Energieverbrauch "auf das Nötigste zu beschränken".

Angesichts der deutlich verringerten Gaslieferungen aus Russland hat die Bundesregierung vor knapp zwei Wochen die Alarmstufe ausgerufen. Der Notfallplan hat drei Stufen: Die jetzt ausgerufene Alarmstufe ist die zweite. Die dritte wäre die Notfallstufe. Es wird befürchtet, dass nach der Wartung der Pipeline Nord Stream 1 kein russisches Gas mehr dadurch fließt und die Lage sich in Deutschland weiter zuspitzt.

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