Unfall

Unfall bei Bürstadt: Eis-Toni ist seinen schweren Verletzungen erlegen

Mit seinem roten Bus ist der Lampertheimer in der Nacht zum Samstag von der B 44 abgekommen. Am Mittwochmorgen teilt die Polizei nun mit, er sei seinen schweren Verletzungen erlegen

Von 
Sandra Bollmann
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Der rote Kleinbus ist von der Straße abgekommen. © Berno Nix

Bürstadt. Nach dem schweren Unfall in der Nacht zum Samstag ist der in der Region bekannte und beliebte „Eis-Toni“ verstorben. Am Mittwochmorgen teilte die Polizei mit, er sei seinen schweren Verletzungen erlegen. Die Ermittlungen zur Klärung der Unfallursache dauern an, so die Polizei weiter. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft sei ein Sachverständiger hinzugezogen worden. Die Ermittler gehen  davon aus, dass an dem Verkehrsunfall kein weiteres Fahrzeug beteiligt war.

Drei Jahre nach seinem schweren Unfall war der 70-Jährige erneut verunglückt.  Wie berichtet, war der rote Kleinbus in der Nacht zum Samstag von der Straße abgekommen, als er auf der B 44 etwa auf Höhe des Bobstädter Bahnübergangs unterwegs war. Dabei wurde der Lampertheimer aus dem Fahrzeug geschleudert. Mehrere Ersthelfer seien sofort zur Stelle gewesen, berichtet die Polizei am Dienstag. Fremdverschulden schließen die Ermittler nach wie vor aus.

Die gesamte Region von Lampertheim bis Groß-Rohrheim hatte vor drei Jahren zusammengelegt, damit sich ihr heiß geliebter „Eis-Toni“ ein neues Fahrzeug leisten kann. Der Lampertheimer mit italienischen Wurzeln ist seit Jahrzehnten in der Region unterwegs. Seine große Glocke war bis in die Abendstunden weithin zu hören. Vor allem von den Kleinsten wurde er oft sehnsüchtig erwartet. Als er im Sommer 2019 bei Groß-Rohrheim verunglückte, wurde er schmerzlich vermisst. Er hatte auf seiner Tour bei voller Fahrt auf der B 44 einen Reifen verloren. Der Wagen überschlug sich und war nur noch Schrott. Der damals 67-Jährige hatte sich dabei mehrere Rippen gebrochen.

Spenden gesammelt

Um ihn zu unterstützen, wurden unter dem Stichwort „Wir helfen unserem lieben Eis-Toni“ Spenden gesammelt. In der Öffentlichkeit wollte er nur ungern in Erscheinung treten. Allerdings habe er sich riesig über die Unterstützung gefreut, wie die Organisatoren der Aktion berichteten. Im Jahr darauf war er mit dem kleinen roten Bus und der großen Glocke wieder unterwegs – bis es Freitagnacht erneut zu einem Unglück kam. 

Redaktion Redakteurin "Südhessen Morgen", Schwerpunkt Bürstadt

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