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Zum Interview mir Elke Zimmer

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Der Nahverkehr – wie hier in Stralsund – lässt die Menschen enger zusammenrücken, als manchem lieb ist. © Stefan Sauer/dpa

Zum Artikel „Das ist ein Strohfeuer“ vom 8. Juni:

Beim Interview mit Frau Elke Zimmer fehlt mir ein Aspekt, wie man mehr Menschen für den ÖPNV gewinnen kann. Nämlich Respekt, Rücksichtnahme, Aufmerksamkeit, Höflichkeit und andere Attribute die man unter dem Begriff zivilisierte Umgangsformen zusammenfassen kann.

Was habe ich mich darauf gefreut, als ich endlich 60 wurde und das 60plus Ticket abonnieren konnte. Vier Jahre bin ich damit fleißig durch die Lande gefahren. Dann war Schluss und habe das Abo gekündigt. Ich hatte die Rechnung ohne die Mitmenschen gemacht. Wenn ich Bus, Zug oder Straßenbahn fahre, möchte ich keine Telefonate mit anhören müssen, möchte nicht mit ansehen müssen, wie Fahrgäste ihren Müll auf den Sitzen oder auf dem Boden hinterlassen, ich möchte nicht darum betteln müssen, doch bitte die Tasche vom Sitz zu nehmen, damit ich mich setzen kann, ich möchte nicht mit ansehen müssen, wie beschuhte Füße auf den Sitzen abgelegt werden und auch sonst nicht gerade pfleglich mit dem Interieur umgegangen wird.

Nach jeder Fahrt mit dem ÖPNV stand ich unter Strom – was bekanntlich nicht gut für die Nerven ist. Inzwischen fahre ich grundsätzliche nicht mehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Natürlich weiß ich, dass das aus Umweltgründen nicht gut ist. Was nicht zu Fuß oder mit dem Fahrrad geht, wird wieder mit dem Auto erledigt. Das kostet zwar manchmal auch Nerven. Aber da bin ich dann wenigstens mit mir allein und muss mich nicht über stumpfsinnige Menschen aufregen, die nicht zu zivilisierten Benehmen in der Lage sind. In meinem Bekanntenkreis sehen das übrigens viele genauso. Vielleicht sollte die Politik dafür sorgen, dass der Begriff Benimm wieder mehr in den Fokus gerückt wird. Ein erster Schritt könnte sein absolutes Telefonierverbot in Bussen und Bahnen ohne Ruhebereich

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Als Ruheständler treffen mich höhere Kosten für Straßenparken eher nicht. Wenn ich einmal pro Woche mit meinem Auto in die Mannheimer City zum Einkaufen und Essengehen fahre, stelle ich das Auto brav in ein Parkhaus und zu Hause in meine Garage. Mein bürgerliches Gerechtigkeitsgefühl wird aber immer mehr durch die zunehmenden „Schikanen“ verschiedenster Form gegen die Autofahrer strapaziert und führt zu meinem Leserbrief.

Unsere Politiker nutzen die Probleme rund um das Auto für eine weitere Einnahmequelle. Auf dem Auto lasten mittlerweile bis zu sieben (!) verschiedene Steuern, Gebühren oder Abgabearten. Bei einer Autodichte von bis zu 100 Prozent (Wallstadt) ist also mehr oder weniger jeder Bürger Autofahrer und zahlt dafür sein Geld. Die Verkehrsinfrastruktur wurde von den Autofahrern mitfinanziert. Unsere Straßen hatten traditionell und gesetzlich immer eine Parkfunktion. Unter Berücksichtigung seiner Wertschöpfungsfunktion dürfte das Auto inzwischen zur einer der wichtigsten Einnahmequelle für Bund, Länder und Kommunen geworden sein.

Ich frage mich und unsere Politiker, was eigentlich mit den aktuellen Geldern für die Autonutzung geschieht und wofür neue Einnahmequellen benötigt werden? Staatssekretärin Zimmer sagt im Interview, „Es ist keine Aufgabe der Allgemeinheit, für Autos kostenlose Parkplätze zur Verfügung zu stellen.“ Dem entgegne ich: Autofahrer sind keine „Außenstehenden“, sondern bilden den weitaus größten Teil der „Allgemeinheit“. Um der Platznot im öffentlichen Raum zu begegnen, sollten deutlich mehr Parkhäuser errichtet werden. Dann verschwinden die Autos von den Straßen und die Parkprobleme wären gelöst.

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Info: Originalartikel unter https://bit.ly/3b3rraw

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