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Die 20 besten Spiele des 21. Jahrhunderts (8)

Spiele-Tipps in Serie: Dog- den letzen beißen die Hunde

Von 
Uwe Schwab
Lesedauer: 
Dog - den letzten beißen die Hunde © Schmidt Spiele

Mannheim. Sie haben sich an 'Mensch ärgere dich nicht' sattgespielt? Sie ärgern sich nicht gerne allein? Sie haben eine Würfelallergie? - Dann ist Dog für Sie genau das Richtige. Denn Dog ist wie "Mensch ärgere dich nicht ...", nur mit Partner und mit Karten.

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Das Spielfeld schaut bekannt aus, die Spielregeln auch: die vier Figuren müssen vom Starthaus ins Ziel. Dann wird’s aber auch schon spannender und taktischer. Die Figuren werden durch das Reihum-Ausspielen von Karten bewegt. Es gibt keine Würfel.

In der ersten Runde erhält jeder Spieler sechs Karten, in der nächsten eine weniger, bis minimal zwei. Danach erhält jeder wieder sechs Karten. Diese können in beliebiger Reihenfolge gespielt werden. Blaue Karten gibt es in den Werten von 1 bis 13. Mit diesen zieht man nach dem Ausspielen wie gewohnt. Es geht aber schon mal flotter voran als im Original.

Bei Dog wird im Partnermodus gespielt. © Schmidt Spiele

Was allerdings den Reiz des Spieles ausmacht sind die roten Karten mit Sonderregeln, z. B. 'Tausche meinen Pöppel mit einem anderen' oder 'Meinen Pöppel auf das Feld hinter den nächsten heranziehen', 'Ziehe sieben Felder, aber teile die Schritte auf beliebig viele eigene Figuren auf – und werfe damit raus, was so geht ...' Oder die immer sehr beliebte 'Plus 4 oder Minus vier Felder ziehen' Karte.

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Zu viert macht es am meisten Spaß

In Analogie zur Würfel-Sechs bei Mensch ärgere dich nicht gibt es rote 'Rauskomm'-Karten mit einen Pfeil. Somit wäre die optimale Kombination: Rauskommen (auf das Startfeld stellen), nächste Runde eine Minus vier spielen, nächste Runde eine blaue Acht – und ich stehe perfekt im Zielfeld und habe mir die komplette Spielfeld-Umrundung gespart.

Dazwischen sind aber auch die anderen Mitspielenden dran und wenn ich wieder dran bin steht mein Pöppel womöglich sonst wo aber nicht mehr so wie es geplant war.

Die weitere Besonderheit bei Dog ist der Partnermodus. Zwar gibt es auch Regeln für eine andere Spieleranzahl, aber mit vier Mitspielenden und zwei Zweier-Teams (diagonal gegenüber) macht es erfahrungsgemäß am meisten Spaß. Optimal setzt man die roten Karten daher so ein, dass man sich selbst hilft, seinem Partner nicht schadet und die Gegner ärgert.

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Und da darf ich dann bei aller Unwägbarkeit, Glück und Fun-Faktor auch etwas taktischer denken, was z. B. die Reihenfolge des Ausspielens der (roten) Karten angeht. Vielleicht mache ich das oben Beschriebene 'Vier zurück' eher am Ende der Runde, in der Hoffnung dass die Gegner dann die eine oder andere Vertausche-Karte schon gespielt haben. Wichtig dabei ist auch die Regel, dass ich am Ziel vorbeilaufen muss, wenn ich nicht passend reinziehen kann – dann also noch eine Extrarunde...

Dog Royal verspricht noch mehr Spielkomplexität

Gewonnen hat das Team (!), das als erstes alle seine acht (!) Pöppel ins Ziel gebracht hat. Wobei der Spieler, der bereits seine vier Figuren im Ziel hat, dem anderen hilft. Es werden also am Ende alle Karten des Teams auf die verbliebenen Figuren des Zweiten gespielt.

Dog ist für uns eher ein Zwischendurchspiel als ein Absacker, da die Spieldauer stark variieren kann: Wenn alles passt und die Karten eher konstruktiv eingesetzt werden, ist man in 30 bis 40 Minuten durch. Wenn diverse Pöppel diverse Male kurz vorm Ziel wieder in die Pampa gestellt werden oder ich mangels passender Karte schon das zweite Mal vorbeirausche, geht’s auch mal über eine Stunde. Wer also gerne auch mal gemein spielt und für wen im Team geteiltes Ärgern halbes Ärgern bedeutet ist bei Dog richtig.

Allen, die noch mehr Regeln und Spielkomplexität mögen, sei Dog Royale anempfohlen: Gleiches Grundprinzip, aber die Spielfiguren haben unterschiedlichen Höhen und Boni/Malus, nebst Sonderfeldern auf dem Spielbrett. Dauert dadurch meist auch etwas länger. 

Und für die Jüngeren gibt es mit Kids Dog eine abgespeckte Variante, mit Pöppeln in niedlicher Hundeform.

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