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Weniger Dax-Aufsichtsräte mit Arbeitnehmervertretern besetzt

Große Unternehmen

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Die Kontrolle durch Arbeitnehmer von deutschen Unternehmen an der Börse schwindet. Foto: Boris Roessler/dpa/Archivbild © Boris Roessler/dpa/Archivbild

München (dpa) - In den Aufsichtsräten der großen börsennotierte Konzerne in Deutschland schwindet allmählich der Einfluss der Arbeitnehmer.

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Nach einer Analyse der Münchner Personalberatung Russell Reynolds Associates werden ab September voraussichtlich in einem Viertel der Dax-Unternehmen keine Arbeitnehmer mehr im Aufsichtsrat vertreten sein. Hintergrund ist demnach sowohl die geplante Aufstockung der im Dax gelisteten Unternehmen von 30 auf 40 als auch die Internationalisierung der deutschen Wirtschaft.

Im Jahr 2015 waren Arbeitnehmer demnach noch in sämtlichen Aufsichtsräten der damals im Dax gelisteten 30 Unternehmen vertreten. Derzeit sitzen laut Russell Reynolds in den Aufsichtsräten von vier Dax-Firmen keine Arbeitnehmer: Vonovia, Deutsche Wohnen, Linde und Fresenius Medical Care. Der Industriegashersteller Linde beispielsweise hat nach der Fusion mit dem US-Konzern Praxair seinen offiziellen Unternehmenssitz nach Dublin verlegt und unterliegt damit irischem Recht.

Unter den Kandidaten für die Erweiterung des Dax auf 40 Mitgliedsunternehmen sind laut Analyse sechs ohne Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat, so dass sich die Zahl der Dax-Unternehmen ohne Mitbestimmung im Aufsichtsrat auf zehn erhöhen könnte. Dazu gehört unter anderem der Flugzeughersteller Airbus.

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Noch deutlicher tritt der schwindende Einfluss der Arbeitnehmer demnach im M-Dax zutage. 2016 waren der Studie zufolge unter den damals 50 M-Dax-Unternehmen zwölf ohne Arbeitnehmervertreter, ein Anteil von 24 Prozent. Mittlerweile sind es 26 von 60 Unternehmen, was 43 Prozent entspricht.

«Die Internationalisierung der deutschen Unternehmen geht weiter und ist eine wirtschaftliche Notwendigkeit», sagte Thomas Tomkos, der Fachmann von Russell Reynolds für die Kontrollgremien der deutschen Wirtschaft. «Es muss aber hinterfragt werden, ob damit das durchaus erfolgreiche deutsche Modell der Mitbestimmung schleichend ausgehebelt wird.»

© dpa-infocom, dpa:210708-99-302956/4

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