Konjunktur - Regionale Betriebe haben zunehmend Einbußen Weniger Aufträge im Handwerk

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Regionale Betriebe haben zunehmend mit Einbußen zu kämpfen. © Oliver Berg/dpa

Mannheim. Die Corona-Krise belastet zunehmend auch die Geschäfte des regionalen Handwerks – das zeigt die jüngste Konjunkturumfrage der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald. Demnach gingen im vierten Quartal 2020 bei fast jedem zweiten Betrieb die Aufträge zurück. Entsprechend hat sich die Auslastung verschlechtert: Rund 27 Prozent der Unternehmen gaben in der Umfrage an, dass sie nur bis zu 60 Prozent ihrer Kapazitäten nutzen. Zum Vergleich: Vor einem Jahr war das nur bei knapp zehn Prozent der Firmen der Fall.

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„Die Lage ist im Moment für viele Betriebe außerordentlich schwierig“, sagt Detlev Michalke, Pressesprecher der Handwerkskammer. Die negativen Auswirkungen der Pandemie seien mittlerweile auch bei den Betrieben zu spüren, die noch weiterarbeiten dürften.

Entsprechend zurückhaltend schauen die Unternehmen in die Zukunft: Nur rund 11 Prozent rechnen damit, dass sich die Geschäftslage in den kommenden Wochen bessert, 41 Prozent fürchten eine Verschlechterung. Bei der Mehrheit der Betriebe blieb die Zahl der Mitarbeitenden in den letzten drei Monaten 2020 stabil (89 Prozent). 8,5 Prozent bauten Personal ab. Wichtig sei nun, dass es auch künftig Aufträge im Wirtschafts- und im öffentlichen Bau gebe – „und hier nicht der Rotstift regiert“, so Michalke. Ein Lichtblick sei die Wiedereröffnung der Friseursalons zum 1. März, die den Betrieben und ihren Beschäftigten ein Stück Existenzangst nehme.