Batterien - Vorsichtiger Ausblick nach Wachstumsschub Varta zahlt erstmals Dividende

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dpa
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Varta steigerte seinen Umsatz 2020 um satte 47 Prozent. © dpa

Ellwangen. Der Batteriekonzern Varta setzt nach einem starken Wachstumsschub im neuen Jahr zunächst auf kleinere Sprünge. Das Management um Vorstandschef Herbert Schein veranschlagt für 2021 ein Umsatzplus von rund acht Prozent auf 940 Millionen Euro, wie der MDax-Konzern mit seinen vorläufigen Zahlen vom Donnerstag bekanntgab. Im Vorjahr war Varta dank des Booms bei Lithium-Ionen-Knopfzellen für kabellose Kopfhörer um 47 Prozent gewachsen, wenn die Übernahme der Haushaltsbatteriesparte herausgerechnet wird. Analysten hatten vereinzelt schon angemerkt, dass das Unternehmen womöglich wegen stärkerer Konkurrenz mit dem Umsatzausblick enttäuschen könnte.

Aktie in Turbulenzen

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Die Aktien der Ellwanger litten angesichts eines schwachen Ausblicks unter Gewinnmitnahmen: Die Papiere brachen um mehr als 13 Prozent ein, nachdem sie schon am Vortag stark nachgegeben hatte. Und das, obwohl die vorläufigen Zahlen aus dem vierten Quartal noch einmal besser ausfielen als von Analysten erwartet und das Unternehmen erstmals seit dem Börsengang 2017 eine Dividende zahlen will. Die Varta-Aktie war in den Marktturbulenzen rund um spekulative Kleinanleger und Hedgefonds Ende Januar aber auch auf neue Rekordhochs gestiegen, die sie letztlich nicht halten konnte.

Das Tagesgeschäft lief allerdings weiter rund. Varta hat im vergangenen Jahr vor allem vom Geschäft mit Akkus für kabellose Kopfhörer profitiert. Der Umsatz kletterte auch dank des Zukaufs der Haushaltsbatterie-sparte um rund 140 Prozent auf 870 Millionen Euro. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen legte um 145 Prozent auf 239 Millionen Euro zu.