Tourismus - Hoher Verlust in der Corona-Pandemie Tui hofft auf den Sommer

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dpa
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Hannover. Die Reisebeschränkungen wegen der Corona-Pandemie und Lockdowns in vielen Ländern haben den weltgrößten Reisekonzern Tui auch Ende 2020 tief in den roten Zahlen gehalten. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres bis Ende Dezember stand unterm Strich ein Verlust von knapp 803 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag in Hannover mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte Tui ein saisontypisches Minus verbucht, das noch weniger als ein Sechstel davon betrug. Der Umsatz sackte zuletzt um fast 88 Prozent auf 468 Millionen Euro ab.

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Die Tui-Führung setzt nun auf eine dringend nötige Erholung im Sommer. Vorstandschef Fritz Joussen zeigte sich mit Blick auf den Fortschritt der Impfungen etwa in Großbritannien zuversichtlich: „Je entschlossener die Impfkampagnen umgesetzt werden, desto schneller können wir zu einer echten Reisefreiheit zurückkehren.“ Er rief andere Länder auf, den Briten hier nachzueifern: „Großbritannien ist viel schneller als alle anderen Länder. Vor allem Deutschland muss aufholen.“ Joussen warb außerdem erneut für mehr Corona-Schnelltests.

Mittelmeer-Reisen abgesagt

Die Touristikbranche gehört neben dem Luftverkehr und Gastgewerbe zu den am stärksten getroffenen Branchen. Tui hofft, dass ein Neustart schon in der Oster-Reisesaison in einigen Wochen beginnen kann. Der Anbieter hatte jüngst Reisen in wichtige Zielgebiete zum Beispiel am Mittelmeer bis Ende Februar oder Ende März abermals absagen müssen. Für den Sommer zählt Tui nach eigenen Angaben konzernweit bereits 2,8 Millionen Buchungen, etwas mehr als die Hälfte des Volumens für den vergleichbaren Vorkrisen-Sommer vor zwei Jahren. dpa