Gastronomie - Rund 450 Beschäftigte bekommen die Kündigung / Kaum noch Geld für Löhne und Gehälter / Anträge auf staatliche Hilfen wegen Insolvenzverfahren abgelehnt Steakhaus-Kette Maredo entlässt ihre Mitarbeiter

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dpa
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Düsseldorf. Nach der coronabedingten Schließung ihrer Lokale macht die insolvente Gastrokette Maredo einen radikalen Schnitt und entlässt ihre Belegschaft. Weil kaum noch Liquidität vorhanden sei für die Zahlung von Löhnen und Gehältern, sei man zu diesem Schritt gezwungen, heißt es in einem Brief der Chefetage an die Mitarbeiter.

Maredo hatte im März 2020 einen Insolvenzantrag gestellt. © dpa
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„Aufgrund geschlossener Restaurants haben wir seit Anfang November null Umsatz, aber die bestehenden Fixkosten laufen weiter und der Druck steigt.“ Da staatliche Wirtschaftshilfen nicht bewilligt worden seien, „läuft uns nun die Zeit davon“. Alle Mietverträge wurden schon am 31.12. gekündigt, nun ist das Personal betroffen. Maredo hat auch eine Filiale in der Mannheimer Innenstadt.

Rumpftruppe arbeitet weiter

Aus insolvenzrechtlichen Gründen gebe es keine Alternative, heißt es in dem von Geschäftsführer Klaus Farrenkopf und Insolvenzverwalter Nikolaos Antoniadis unterzeichneten Schreiben. Zuvor hatte das Branchenportal „Food Service“ berichtet. Nur eine Rumpftruppe in der Firmenverwaltung arbeitet vorerst weiter. Das 1973 gegründete Unternehmen mit Sitz in Düsseldorf hatte im März 2020 einen Insolvenzantrag gestellt. Von 35 Restaurants wurden 15 zugemacht, etwa die Hälfte der rund 950 Beschäftigten musste damals gehen.

Danach ging es nach den Worten des Insolvenzverwalters aufwärts. Die verbliebenen Restaurants seien gut besucht gewesen. „Die Umsatzentwicklung war unter den gegebenen Umständen positiv“, sagt Antoniadis – die Firma sei „auf einem sehr guten und erfolgversprechenden Weg“ gewesen. Zudem seien Gespräche mit Investoren aussichtsreich verlaufen und weit fortgeschritten gewesen.

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Dann aber kamen die Corona-Schließungen Anfang November. Nach dem Rückschlag schickte Maredo seine Mitarbeiter in Kurzarbeit. Zwei Hilfsgesuche der Firmenspitze an Bund und Land halfen nichts, der Staat gab die benötigten Hilfen nicht. „Das ist bitter und enttäuschend“, sagt Antoniadis. Nun kündigt Maredo rund 450 Mitarbeitern – und zwar „zum nächstmöglichen Zeitpunkt“. Eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums erklärt das Nein zu Finanzhilfen im Fall von Maredo damit, dass Unternehmen, die sich in einem Insolvenzverfahren befinden, von den November- und Dezemberhilfen ausgeschlossen seien: „Das Beihilferecht zieht Grenzen für Unternehmen, die sich schon vor Beginn der Krise in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befunden haben.“

Und wie geht es weiter mit Maredo? Die Aussichten sind düster. „Ob Maredo noch eine Zukunft hat, ist ungewiss“, sagt Insolvenzverwalter Antoniadis. 

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