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Lufthansa - Fluglinie ändert ihre Begrüßungsformel

Schluss mit „Damen und Herren“

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dpa/ost
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Frankfurt. Die Lufthansa verzichtet auf ihren Flügen künftig auf die Begrüßungsformel „Sehr geehrte Damen und Herren“. Auch das englische „Ladies and Gentlemen“ soll der Vergangenheit angehören. Stattdessen sollen die Crews ihre Gäste mit geschlechtsneutralen Formulierungen an Bord willkommen heißen, bestätigte am Dienstag eine Unternehmenssprecherin.

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Die Entscheidung sei im Kontext einer breiteren Diskussion gefallen, in der es darum gehe, alle Gäste an Bord wertzuschätzen. Die Regelung gilt für alle Airlines des Konzerns einschließlich Eurowings, Austrian, Swiss und Brussels Airlines. „Uns ist es wichtig, dass wir in unserer Ansprache alle berücksichtigen“, hatte ein Lufthansa-Sprecher der „Bild“-Zeitung gesagt. Infrage kämen ganz unterschiedliche Formulierungen wie „Guten Tag“, „Guten Abend“ oder auch einfach „Herzlich willkommen an Bord“. Die Entscheidung läge jeweils beim Chef oder der Chefin der Kabine.

Twitter-Nutzer machen Vorschläge

Die Umstellung erfolge aber nicht von heute auf morgen. „Unsere Mitarbeitenden erhalten ein FAQ sowie einen Leitfaden zur gendergerechten Sprache, außerdem werden sie geschult“, erklärte die Sprecherin. Das sei bei rund 20 000 Flugbegleitern und Flugbegleiterinnen sowie 5000 Pilotinnen und Piloten „eine Herausforderung“.

Nach der Ankündigung reichten zahlreiche Twitter-Nutzer (scherzhaft) Vorschläge für eine politisch korrekte Begrüßung ein – darunter: „Liebe Gäst*innen und Gäste“ oder einfach „Tach“ beziehungsweise „Moin“. Eine Tierfreundin freute sich, dass sich nun auch Hunde an Bord angesprochen fühlen dürfen. Ein Vielflieger merkte an, dass ja sowieso niemand bei der Begrüßung hinhört und die Pilotin auch unbemerkt „Party on, Dudes!“ sagen könnte. Doch nicht allen ist zum Scherzen zumute. „Was gibt einer steuerfinanzierten Airline das Recht, eine respektvolle Höflichkeitsformel der deutschen Sprache zu verbieten?“, fragte FDP-Politiker Gerhard Papke. Ende September 2020 hatten laut Bundesinnenministerium bundesweit 394 Personen bei „Geschlecht“ den Eintrag „divers“ oder „ohne Angabe“ gewählt. 

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