Coronavirus - Gesundheitslage treibt zu Hamsterkäufen Regale leergeräumt

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dpa/jor
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Berlin/Rhein-Neckar. Haltbare Lebensmittel, Getränke, Toilettenpapier, Reinigungstücher und Desinfektionsmittel: Die Verbreitung des Coronavirus in Deutschland treibt Verbraucher zu Hamsterkäufen. Bilder aus Supermärkten zeigen leergeräumte Regale. Der Handel berichtet von einer gestiegenen Nachfrage, sieht aber keine Gefahr für die Versorgung der Bevölkerung.

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Der Discounter Lidl hatte bereits am Freitag in einigen Regionen und Filialen „deutlich erhöhte Abverkäufe“ verzeichnet, beispielsweise bei Konserven und Nudeln. Auch Aldi Süd hatte von einer verstärkten Nachfrage berichtet. Der Großflächendiscounter Kaufland hatte eingeräumt: „Bei stark nachgefragten Produkten kann es kurzfristig zu Engpässen kommen.“

Auch Region setzt auf Vorräte

Einschränkungen bei der Warenverfügbarkeit im Handel sind aus Sicht des Handelsverbandes Deutschland bislang nicht festzustellen. Die Lieferstrukturen im Handel seien effizient und gut vorbereitet, die Versorgung der Bevölkerung gewährleistet, bekräftigte dessen Sprecher Kai Falk am Samstag. Wie die weitere Verbreitung des Virus die Konsumstimmung und das Kaufverhalten beeinflusst, bleibe abzuwarten. Die Unternehmen seien mit den Behörden in Kontakt, um auf weitere Entwicklungen und Empfehlungen zum Schutz der Kunden und Mitarbeiter angemessen reagieren zu können.

„Wir sind in der Lage nachzuliefern“, sagte der Vize-Geschäftsführer des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg, Günter Päts. In den Supermärkten in Berlin und Brandenburg sei der Umsatz in dieser Woche allerdings um 30 bis 40 Prozent gestiegen. Vor allem Seifen und Desinfektionsmittel seien verstärkt verkauft worden, schilderte Päts.

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Auch in der Region bereiten sich die Menschen auf eine mögliche häusliche Quarantäne vor – und kaufen auf Vorrat. Auf der Facebookseite des „Mannheimer Morgen“ kommentierten Leser einen Beitrag mit Bildern von leer gefegten Supermarktregalen.

Info: Supermarktbilder aus der Region unter www.bit.ly/2TeJn6K  

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Wolfgang Mulke
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