Plattformen geraten heftig in Kritik

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dpa
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Der wegen seiner Nutzungsbeschränkungen in Kritik geratene US-Broker Robinhood will nach eigenen Angaben nur noch den Handel von acht statt bislang 50 Aktien regulieren. Nutzer dürfen weiterhin nur eine bestimmte Zahl an Wertpapieren von und Optionen auf Unternehmen wie Gamestop, Blackberry, AMC Entertainment oder Nokia kaufen, teilte das Unternehmen mit.

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Der gerade bei jungen Anlegern beliebte Online-Broker hatte am Donnerstag überraschend für mehrere Stunden den Handel mit bestimmten Aktien ausgesetzt. Daraufhin stürzten Kurse betroffener Unternehmen dramatisch ab. Auch in Deutschland waren Broker wie etwa Trade Republic in Bedrängnis geraten, weil sie Nutzern den Zugang zum freien Markt untersagten.

Durch die Handelsrestriktionen sehen sich die Kleinanleger deswegen auf ihrer Gewinnstrecke ausgebremst. Sie hegen den Verdacht, dass die Handelsplattformen den Hedgefonds den Rücken freihalten. Robinhood und Co. streiten dies ab, doch die Empörung ist nicht nur bei der Anleger-Community groß, sondern auch in der Politik.

Am Sonntag haben Dutzende Menschen auf der Wall Street für eine stärkere Kontrolle von Banken und Hedgefonds durch die Politik demonstriert. „Spekulanten knöpfen uns Milliarden ab“, sagte Gavin Wax, Chef der Gruppe „New York Young Republicans“, die den Protest organisiert hatte, in einer Ansprache. „Sie machen, was sie wollen, und müssen keine Konsequenzen fürchten.“ dpa