AdUnit Billboard
Rohstoffe - Produktion soll ab August steigen

Ölpreise sinken nach Einigung

Von 
dpa
Lesedauer: 
Nebelbänke umhüllen Ölpumpen in einem Tal in Texas (USA). © dpa

Singapur. Die Ölpreise sind am Montag nach der Einigung wichtiger Ölförderländer auf eine Erhöhung ihrer Produktion erheblich weiter gefallen. Im Tief kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 71,45 US-Dollar, ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank bis auf 69,33 Dollar. Das waren jeweils über zwei Dollar weniger als am Freitag. Gegen Mittag fielen die Abschläge kaum moderater aus.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Das Ölkartell Opec und seine Partnerländer (Opec+) einigten sich angesichts der Erholung der Weltkonjunktur am Wochenende auf eine deutliche Erhöhung der Ölproduktion. Ab August werde die Öl-Allianz ihre Tagesproduktion bis auf weiteres um jeweils monatlich 400 000 Barrel steigern, teilte die Opec am Sonntag nach einem kurzfristig einberufenen Online-Ministertreffen mit. mit. Sollten die Marktbedingungen es zulassen, werde die noch bestehende Produktionskürzung damit im September 2022 enden, hieß es.

Eine Erhöhung der Fördermenge belastet tendenziell die Preise. Die Reaktionen an den Märkten hielten sich jedoch in Grenzen. Die Klimaaktivistin Greta Thunberg kritisierte die Entscheidung und bezeichnete sie auf Twitter sarkastisch als „positive Nachrichten“ mit Blick auf die jüngsten Extremwetterereignisse auf der Welt.

Mehr zum Thema

Kommentar Weitere Preissenkungen bei Öl sind alles andere als sicher

Veröffentlicht
Kommentar von
Rolf Obertreis
Mehr erfahren

„Wir haben es mit Ungewissheiten zu tun“, sagte der saudische Energieminister Abdulasis bin Salman mit Blick auf die Gefahr neuer Corona-Wellen. Er wies darauf hin, dass die Öl-Allianz an ihren monatlichen Treffen zur Einschätzung der Marktlage festhalten werde. Die nächste Beratung der Öl-Allianz ist für den 1. September geplant.

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

Die Folgen der Entscheidung für die Käufer von Heizöl und für Autofahrerinnen und Autofahrer sind noch schwer abzusehen, tendenziell wird sie die Preise eher drücken. Sprit ist inzwischen so teuer wie zuletzt im Herbst 2018. Im Vergleich zum von der Corona-Krise geprägten Sommer 2020 kostet Kraftstoff gut 20 Prozent mehr.

Die 23 Staaten einigten sich auf einen neuen Zuschnitt bei den Förderanteilen, der ab Mai 2022 wirksam werden soll. Davon profitieren Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait und Irak sowie Russland als wichtigstes Partnerland. 

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1