Zwischenbilanz - Geringeres Ergebnis im Gesamtjahr MLP passt Prognose an

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fas
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Wiesloch. Der Wieslocher Finanzdienstleister MLP erwartet infolge der Corona-Pandemie einen Dämpfer im laufenden Geschäftsjahr und hat seine Prognose zurückgeschraubt. Wie das Unternehmen am Montag mitteilte, soll das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) im Gesamtjahr nun in einer Bandbreite von 34 bis 42 Millionen Euro liegen. Zuvor war MLP von einem leichten Anstieg ausgegangen. Im Vorjahr hatte das Ebit bei 47,1 Millionen Euro gelegen.

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Das Unternehmen rechnet der Mitteilung zufolge ab dem zweiten Quartal mit zusätzlichen corona-bedingten Belastungen „vor allem in der betrieblichen Altersvorsorge, da Unternehmen Entscheidungen für neue Vorsorgekonzepte derzeit nur in sehr wenigen Fällen treffen“. In der Immobilienvermittlung wirkt sich nach Angaben von MLP zum Beispiel aus, dass geplante Notartermine aufgrund der gesetzlichen Vorgaben verschoben werden müssen. An seiner mittelfristigen Planung, nach der das Ebit bis Ende 2022 auf voraussichtlich 75 bis 85 Millionen Euro steigen soll, hielt MLP fest. Der Finanzdienstleister unterstellt bei seinen Prognosen, dass sich die Rahmenbedingungen ab dem dritten Quartal 2020 wieder verbessern und schrittweise normalisieren.

Erstes Quartal „solide“

Das erste Quartal verlief nach MLP-Angaben trotz erster spürbarer Corona-Auswirkungen „solide“. Ersten vorläufigen Zahlen zufolge stiegen die Gesamterlöse von 177,8 Millionen Euro auf rund 193,7 Millionen Euro. Die Entwicklung sei von einer positiven Entwicklung des Neugeschäfts in allen Beratungsfeldern getragen gewesen. Das Ebit lag mit rund 10,7 Millionen Euro dagegen leicht unter dem Niveau des Vorjahres von 12,5 Millionen Euro – vor allem durch erhöhte Risikovorsorge. Die vollständigen Zahlen für das erste Quartal will MLP am 14. Mai vorlegen. fas