Fluglinie - Konzern dünnt wegen Coronavirus Angebot für Italien und Asien aus / Aktie im Keller Lufthansa streicht Verbindungen

Von 
dpa
Lesedauer: 

Frankfurt. Die Lufthansa und ihre Töchter fahren ihr Flugangebot wegen der Coronavirus-Epidemie teils deutlich zurück. Neben Flügen nach Asien fallen vorerst vor allem Verbindungen nach Italien weg. Auch das innerdeutsche Flugprogramm wird ausgedünnt. Flüge nach Festland-China bleiben bis 24. April gestrichen, gleiches gilt für Verbindungen in die iranische Hauptstadt Teheran bis 30. April, wie der Konzern am Montag in Frankfurt mitteilte.

AdUnit urban-intext1

An der Börse kamen die Nachrichten schlecht an. Für die Lufthansa-Aktie ging es bis zum frühen Nachmittag zeitweise um mehr als neun Prozent abwärts bis auf 10,70 Euro. Das war der tiefste Stand seit Oktober 2016. Mit einem Minus von rund 28 Prozent in elf Handelstagen ist die Lufthansa-Aktie der größte Verlierer in der Virus-Krise im deutschen Leitindex. Seit Anfang 2020 hat das Papier inzwischen mehr als ein Drittel seines Werts verloren.

Die Ausbreitung des Coronavirus verunsichert Kunden und Management. Nachdem die Konzerngesellschaften Lufthansa, Swiss und Austrian Airlines ihre Flüge auf das chinesische Festland bereits zuvor ausgesetzt hatten, versucht der Vorstand um Lufthansa-Chef Carsten Spohr vor allem rote Zahlen durch halbleere Flugzeuge zu verhindern.

Viele Tickets verfallen

Dem Welt-Luftfahrtverband IATA zufolge lassen viele Fluggäste aus Angst vor der Coronavirus-Epidemie Tickets verfallen. Viele Airlines meldeten, dass rund 50 Prozent der Fluggäste gar nicht auftauchten. Eine große Linien-Fluggesellschaft verzeichne einen Totaleinbruch von Buchungen nach Italien. Die IATA will nun erreichen, dass angesichts der außergewöhnlichen Umstände bestimmte Regeln angepasst werden. So droht einer Fluggesellschaft, dass sie ihre Start- und Landerechte verliert, wenn sie sie nicht mindestens zu 80 Prozent nutzt.

AdUnit urban-intext2

Die Airlines des Lufthansa-Konzerns, zu denen auch Eurowings und Brussels gehören, setzen nun im März und April einen Teil ihrer geplanten Flüge nach Italien, Hongkong und Südkorea aus. Betroffene Kunden auf der Langstrecke will die Lufthansa nach Möglichkeit auf andere Verbindungen umbuchen. dpa

Thema : Coronavirus

  • Pandemie Gärtnereien, Gartenmärkte und Blumenläden dürfen ab 1. März öffnen

    Baden-Württemberg will ab nächsten Monat einige Geschäfte wieder öffnen. Ministerpräsident Winfried Kretschmann kann sich auch vorstellen, dass sich wieder zwei Haushalte privat treffen dürfen.

    Mehr erfahren
  • Baden-Württemberg Erzieher und Lehrerinnen können sich ab sofort impfen lassen

    Es sollte für Kita-Beschäftigte und Lehrer eine frohe Botschaft sein: Baden-Württemberg macht für sie eine Impfung gegen das Coronavirus ab sofort möglich - früher als gedacht. Doch dann ruckelt es am Anfang - mal wieder.

    Mehr erfahren
  • Corona-Maßnahmen im Überblick Die neuen Bund-Länder-Beschlüsse vom 10. Februar

    Bund und Länder sehen in deutlich gesunkenen Ansteckungsraten viel erreicht im Kampf gegen Corona - aber noch keinen Anlass für Entwarnung. Denn neue Mutanten breiten sich aus. Die neuen Beschlüsse im Detail.

    Mehr erfahren