Maschinenbau: Heideldruck macht mit Sparen Ernst Kündigungenin Heidelberg

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Heidelberg. Die Heidelberger Druckmaschinen AG hat aufgrund der Wirtschaftskrise die ersten betriebsbedingten Kündigungen ausgesprochen. Betroffen seien Mitarbeiter, die nach dem 1. Oktober 2007 eingestellt worden seien, sagte Betriebsratschef Rainer Wagner gestern auf Anfrage. Denn ihre Jobs seien durch den zuvor abgeschlossenen Zukunftssicherungsvertrag nicht geschützt. Dieser verbietet eben solche Kündigungen für die Stammbelegschaft. Wie viele Mitarbeiter genau betroffen sind, wollte der Betriebsrat nicht sagen. Es dürften etwa 100 sein.

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Insgesamt will der Druckmaschinenbauer wegen der Krise in Heidelberg und Wiesloch rund 1400 Jobs streichen. Angebote an die Mitarbeiter für ein freiwilliges Ausscheiden (etwa durch Altersteilzeit oder Abfindungen) wurden deshalb bis Mitte März verlängert. Ob das genügt, werde sich Ende des Monats zeigen, so Wagner. Fraglich ist aus heutiger Sicht, ob Heideldruck den Sparkurs weiter verschärft. Das Unternehmen hatte mehrfach betont, dass man nachlegen werde, wenn es die Geschäftslage erfordere. Heideldruck leidet extrem unter der Finanzkrise, weil die Kunden kaum noch Kredite zur Finanzierung teurer Druckmaschinen bekommen. mk