Verspätung - Fluglinie muss nicht entschädigen Kein Geld nach Randale

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dpa
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Luxemburg. Bei Verspätungen oder Annullierungen von Nachfolgeflügen wegen eines randalierenden Passagiers können Airlines nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs von ihrer Entschädigungspflicht befreit sein. Das störende Verhalten könne einen „außergewöhnlichen Umstand“ darstellen, entschieden die Luxemburger Richter am Donnerstag. Dabei geht es um Flüge, die mit der gleichen Maschine durchgeführt werden wie der des Randalierers.

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Hintergrund ist ein Fall in Portugal, bei dem ein Passagier wegen großer Verspätung Entschädigung der portugiesischen Airline TAP fordert. Diese beruft sich jedoch darauf, dass „außergewöhnliche Umstände“ vorlagen und sie deshalb keine Entschädigung zahlen muss. Grund für die Verspätung sei, dass die Maschine wegen eines randalierenden Passagiers auf dem vorherigen Flug ungeplant zwischenlanden musste. Der Fluggast habe einen Mit-Passagier gebissen und weitere Passagiere sowie das Kabinenpersonal, das ihn beruhigen wollte, angegriffen.