Software - SAP-Anwender wollen Corona-Krise trotzen Investitionen bekräftigt

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jung
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Walldorf. Auch während der Corona-Pandemie wird zusätzliches Geld in die Hard- und Software-Infrastruktur gesteckt. Laut Umfrage der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG) aus Walldorf steigt dieses Jahr bei 39 Prozent der Unternehmen das Gesamtbudget für IT-Investitionen (2020: 46 Prozent). 37 Prozent erwarten eine gleichbleibende Quote. 18 Prozent der Befragten geben sinkende Werte an. Bemerkenswert dabei: Der Rückgang beim Budget fällt nicht so stark aus wie erwartet.

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„Die Zahlen belegen, dass die pessimistische Stimmung vom Sommer letzten Jahres mittlerweile einem verhaltenen Optimismus gewichen ist“, sagte Jens Hungershausen, Vorstandsvorsitzender der DSAG. „Zwar steigen die Budgets weniger stark als noch im Vorjahr, aber innerhalb der vergangenen Monate haben sich die Erwartungen von sinkenden Budgets leicht erholt. Das lässt optimistisch in die Zukunft schauen.“ Die Corona-Pandemie habe die Notwendigkeit von Investitionen bewusst gemacht.

„Stoßen auf offene Ohren“

Die DSAG bezeichnet sich als einen der einflussreichsten Anwenderverbände der Welt. Der Verband vertritt mehr als 60 000 Mitglieder aus rund 3700 SAP-Anwenderunternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Hungershausen erklärte, die DSAG arbeite „sehr gut“ mit dem SAP-Vorstandsvorsitzenden Christian Klein zusammen. „Wir stoßen auf offene Ohren.“ Die Integration der verschiedenen Systeme, die zuletzt immer wieder Anlass zu Kritik gegeben hatte, sei relativ weit. „Das muss aber auch in der Wahrnehmung der Kunden ankommen.“ Der Walldorfer Softwarekonzern SAP will sich künftig noch stärker auf Kundenservice ausrichten und hat dafür jüngst den Vorstand umgebaut. jung