Tarifrunde - Gewerkschaft plant Aktionstage in Mannheim IG Metall kämpferisch

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jung
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Mannheim. Kurz vor dem dritten Verhandlungstermin in der Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie an diesem Donnerstag hat die Mannheimer IG Metall bekräftigt, ihre Ziele entschieden durchsetzen zu wollen. Gewerkschaften und Betriebsräte seien wegen der Corona-Pandemie weder zur Passivität verdammt noch handlungsunfähig, hieß es in einer Mitteilung.

Virtuelle Veranstaltungen

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In zwölf Betrieben in Mannheim, darunter John Deere, Caterpillar und Alstom (ehemals Bombardier), plant die Gewerkschaft am Mittwoch und Donnerstag Aktionstage. Zusammen mit Betriebsräten und Vertrauensleuten sollen die Beschäftigten über die Tarifrunde informiert werden – bei virtuellen Veranstaltungen und teilweise vor Ort unter Einhaltung der Corona-Sicherheitsregeln.

Für diesen Donnerstag haben sich die Tarifparteien für Baden-Württemberg auf einen dritten Verhandlungstermin verständigt. Das Ende der Friedenspflicht wird laut Gewerkschaft bundesweit mit einem digitalen Aktionstag am 1. März eingeleitet. Danach sind Warnstreiks in den Betrieben möglich.

Die IG Metall fordert in der Tarifrunde unter anderem ein Entgelt-Volumen von vier Prozent bei zwölf Monaten Laufzeit. Zuletzt hatte der Arbeitgeberverband Südwestmetall vor weiteren Belastungen in der Corona-Pandemie gewarnt. Noch sei der Ausblick zu ungewiss.

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Die bisherigen Verhandlungen hätten nach Angaben der Gewerkschaft gezeigt, dass die Arbeitgeber die Krise nutzen wollten, um tarifvertragliche Standards abzusenken. Das sei inakzeptabel. Die IG Metall fordert sichere Beschäftigung, klare Perspektiven, stabile Einkommen und die Übernahme aller Auszubildenden.