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Billigfleisch - Auch Kaufland und Lidl planen Verbesserungen

Große Ketten ziehen nach

Von 
dpa
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Kaufland und Lidl wollen für etwas tier-gerechtere Haltung sorgen. © dpa

Neckarsulm. Der deutsche Lebensmittelhandel setzt immer stärker auf Fleisch aus etwas tiergerechterer Haltung. Die Handelskette Kaufland kündigte an, „ab sofort“ kein frisches Schweinefleisch mehr anzubieten, bei dem die Tierhaltung nur die gesetzlichen Mindestanforderungen erfülle. Das verkaufte Fleisch soll künftig mindestens aus der Stufe 2 „Stallhaltung Plus“ stammen, die den Tieren etwas mehr Platz garantiert. Ausgenommen seien Schweinefilets, die zum Teil importiert werden.

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Der Discounter Lidl kündigte zeitgleich an, er wolle ebenfalls bis Ende des Jahres nahezu sein gesamtes Schweinefrischfleischsortiment auf die Haltungsformstufe 2 umstellen. Kaufland und Lidl gehören zur Schwarz-Gruppe, einem der größten europäischen Lebensmittelhändler. Auch die Handelskette Rewe hatte zuvor angekündigt, ihr Eigenmarkenangebot an frischem Schweinefleisch ab Juli auf die Haltungsformstufe 2 und höher umzustellen.

Beim Deutschen Tierschutzbund hielt sich die Begeisterung über den Vorstoß der Handelsketten in engen Grenzen. Auch die Haltungsstufe 2 garantiere noch keine Standards, die aus Tierschutzsicht akzeptabel seien, sagte eine Sprecherin des Verbandes. Hierfür seien schon die Stufen 3 oder 4 nötig. dpa

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