Auto - Mannheimer ZEW erwartet weitere Verbünde wie Stellantis Fusionen nehmen zu

Von 
Alexander Jungert
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Eine Fahne mit dem Logo des neuen Autokonzerns Stellantis. © dpa

Mannheim. Nachdem die Opel-Mutter PSA und Fiat Chrysler gemeinsam den riesigen Konzern Stellantis geschmiedet haben, rechnet das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) künftig mit weiteren Deals in der Autobranche. „Die Fusion wird sicher nicht die letzte ihrer Art sein“, sagte ZEW-Präsident Achim Wambach laut Mitteilung.

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Weltweit hat sich die Zahl der Fusionen und Übernahmen in der Autoindustrie zwischen den Jahren 2000 und 2019 mehr als verdoppelt – laut Studie von 200 auf etwa 500. Das ZEW führt das auf den Strukturwandel in der Branche zurück: Statt mit Verbrennungsmotor fahren neue Autos zunehmend elektrisch, auch an Wasserstoffantrieben wird gearbeitet. Die Digitalisierung nimmt zu, durch neue Wettbewerber auf dem Markt verschärft sich der Druck. Viele Milliarden Euro an Investitionen sind nötig. Mit Fusionen erhoffen sich Unternehmen vor allem Kosten- und Wettbewerbsvorteile – nach dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“.

Vor der Corona-Krise setzten PSA und Fiat Chrysler zusammen mehr als acht Millionen Fahrzeuge ab und erzielten einen Jahresumsatz von 170 Milliarden Euro. Nur noch Volkswagen, Toyota und der französisch-japanische Renault-Nissan-Verbund waren 2019 größer. jung

Redaktion Alexander Jungert, 1980 in Bruchsal geboren, hat beim "Mannheimer Morgen" volontiert und ist seit 2010 Wirtschaftsredakteur. Während des Studiums arbeitete er unter anderem für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und den "Tagesspiegel" in Berlin. Schreibt am liebsten darüber, was regionale Unternehmen und deren Mitarbeiter umtreibt.