Mobilfunk: Auch Gespräche sollen billiger werden EU deckelt Tarif für Auslands-SMS

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Brüssel. Rechtzeitig zur nächsten Urlaubssaison drückt Brüssel erneut die Preise für Kurznachrichten (SMS) aus dem Ausland. Deutsche Touristen zahlen dann nur noch elf Cent für eine Mitteilung an die Lieben daheim, bisher sind es 29 Cent. Die Neuregelung wird am 1. Juli in Kraft treten. Gleichzeitig wird eine neue Preissenkungsrunde für Telefonate vom Handy aus eingeläutet. Heute kostet ein Anruf nach Hause 46 Cent pro Minute (alle Angaben ohne Mehrwertsteuer), dann werden es noch 43 Cent sein. Wer ein Gespräch im Ausland annimmt, wird nur noch mit 19 (statt bisher 22) Cent zur Kasse gebeten.

Sekundengenaue Abrechnung

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Und auch das ist noch nicht das Ende des Preisrutsches: Der Industrieausschuss des Europäischen Parlamentes hat gestern bereits die nächsten Schritte für 2010 beschlossen. 40 Cent kosten dann eigene Gespräche, 16 Cent angenommene Anrufe. Zusätzlich werden die Verbraucher aber durch diesen Punkt entlastet: Schon ab 1. Juli müssen die Telekommunikationsunternehmen alle Telefonate sekundengenau abrechnen. Und: Wer aus dem Ausland seine Mailbox anruft, um nach einem entgangenen Anruf die hinterlassene Nachricht abzurufen, wird dies künftig kostenfrei tun können - wie zu Hause. Den größten Preisrutsch gibt es aber beim mobilen Internet. Künftig wird für ein Megabyte heruntergeladener Daten eine Obergrenze von einem Euro gelten. ds