Steuerzahlungen Ermittlungen gegen Bauhaus

Von 
Alexander Jungert
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Die Bauhaus-Filiale in der Mannheimer Innenstadt. © Manfred Rinderspacher

Mannheim. Die Staatsanwaltschaft Mannheim untersucht, ob Bauhaus in den vergangenen Jahren korrekt Steuern gezahlt hat. „Im Rahmen einer steuerlichen Betriebsprüfung ist der Vorwurf der Verkürzung von Unternehmenssteuern für die Jahre 2007 bis 2018 erhoben worden“, teilte die Baumarktkette am Donnerstagabend mit. Demnach wurde das Ermittlungsverfahren am 13. April 2018 eingeleitet und am 22. April 2020 erweitert. Streitig soll die Anpassung „von komplexen und rechtlich schwierig zu bewertenden Verrechnungen zwischen Konzerngesellschaften“ sein. Der Betriebsprüfung seien diese Sachverhalte seit langem bekannt.
Wie das „Manager Magazin“ berichtet, sei die Zentrale des Konzerns mehrfach durchsucht worden. Die Staatsanwaltschaft Mannheim war am Donnerstagabend nicht mehr zu erreichen. Laut „Manager Magazin“ schweigt die Behörde und beruft sich auf das Steuergeheimnis.
Bauhaus teilte weiter mit, uneingeschränkt mit der Ermittlungsbehörde zu kooperieren. „Im Übrigen dürfen wir auf die Unschuldsvermutung verweisen. Bauhaus ist zuversichtlich, dass eine zeitnahe Beendigung des Verfahrens erfolgen wird.“ Ein Unternehmenssprecher machte über die Mitteilung hinaus keine weiteren Angaben.
Bauhaus betreibt international mehr als 270 Filialen in 19 Ländern und gehört zu den größten Baumarktketten Europas. Gegründet wurde das Unternehmen 1960 in Mannheim.

Redaktion Alexander Jungert, 1980 in Bruchsal geboren, hat beim "Mannheimer Morgen" volontiert und ist seit 2010 Wirtschaftsredakteur. Während des Studiums arbeitete er unter anderem für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und den "Tagesspiegel" in Berlin. Schreibt am liebsten darüber, was regionale Unternehmen und deren Mitarbeiter umtreibt.