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Luftverkehr - Billigflieger setzt auf steigende Zahl Geimpfter

Easyjet will Flugangebot ausweiten

Von 
dpa
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Luton. Die britische Billigfluggesellschaft Easyjet will ihr Flugangebot für den Sommer angesichts gelockerter Reisebeschränkungen und wachsender Passagierzahlen weiter hochfahren. In den Monaten Juli bis September solle die angebotene Kapazität bis zu 60 Prozent des Niveaus aus dem Jahr 2019 erreichen, teilte die Konkurrentin von Europas größter Billigfluggesellschaft Ryanair am Dienstag in Luton bei London mit. Im abgelaufenen dritten Quartal (bis Ende Juni) ihres Geschäftsjahres hatte Easyjets Flugangebot im Schnitt nur bei 17 Prozent des Vorkrisenniveaus gelegen.

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Easyjet hofft auf eine Erholung des Geschäfts im Sommer. © dpa

Im dritten Geschäftsquartal stand bei Easyjet vor Steuern und Sondereffekten ein Verlust von 318 Millionen britischen Pfund (370 Mio Euro) zu Buche, wie das Unternehmen auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Die Kunden buchten angesichts der Unsicherheit infolge der Pandemie deutlich kurzfristiger, hieß es. So hat Easyjet nach eigenen Angaben erst 49 Prozent der Tickets für das laufende Quartal verkauft. Vor zwei Jahren seien es zu diesem Zeitpunkt bereits 65 Prozent gewesen. Vor allem mit Blick auf Flüge von und nach Großbritannien seien die Kunden vorsichtig.

Im Vereinigten Königreich grassiert weiterhin die hochansteckende Delta-Variante, die die Infektionszahlen schnell weiter in die Höhe treibt. Außerdem müssen die meisten Einreisende aus dem Ausland weiterhin mindestens fünf Tage in Quarantäne – nur Ankommende aus einer Handvoll Ländern auf der sogenannten „grünen Liste“ sowie vollständig Geimpfte mit Wohnsitz in Großbritannien können die Quarantäne umgehen. Auch sie müssen jedoch einen PCR-Test auf eigene Kosten am zweiten Tag nach der Einreise machen.

Damit ist die Insel bis auf weiteres kein attraktives Reiseziel für ausländische Touristen und auch für viele Einheimische bleiben Auslandsreisen teuer und kompliziert.„Großbritannien wird zurückgelassen“, kritisierte Easyjet-Chef Johan Lundgren. „Der Rest von Europa öffnet und entspannt sich.“ 

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