Das ist die neue Konzernchefin

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jung
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Zwei Dinge machen aus Sicht von Christina Johansson einen guten Finanzchef aus: Kommunikation und Sozialkompetenz. Traditionell sei ihre Berufsgruppe eher ein wenig introvertiert, hat sie auf einem „Handelsblatt“-Kongress gesagt. „Daran müssen wir arbeiten, damit wir gehört werden.“

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Gehört werden dürfte Johansson künftig noch stärker. Quasi über Nacht ist die Finanzchefin von Bilfinger auch zur Vorstandsvorsitzenden des Mannheimer Konzerns geworden – übergangsweise. Johansson hat den Umbau von Bilfinger stets verteidigt. Ihr Ziel: Aus den Geschäften mehr Gewinn und Liquidität erwirtschaften.

Die Managerin, Jahrgang 1966, ist seit etwas mehr als zwei Jahren bei Bilfinger. Sie stammt aus Schweden; an der Universität Växjo/Lund hat sie Betriebswirtschaftslehre, Anglistik und Germanistik studiert. Johansson ist schwedische und schweizerische Staatsangehörige. Sie liebt die Schweizer Berge.

Die neue Bilfinger-Chefin hält von einer Frauenquote für Vorstände wenig. „Wenn Frauen die richtige Erfahrung mitbringen und gute Arbeit leisten, ist eine Quote unnötig. Posten sollten schließlich an die besten Kandidaten vergeben werden – unabhängig davon, ob sie Frauen oder Männer sind“, hat sie einmal dieser Redaktion gesagt. Man müsse hart um einen Job im Vorstand kämpfen und auf vieles verzichten, aber diese Spielregel gelte auch für Männer. „Ich bin der Beweis dafür: Man kann es ohne Quote schaffen.“ jung