Corona drückt auf Prognose

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dpa/jung
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Europas größter Softwarehersteller SAP stellt sich trotz eines relativ guten Schlussquartals im abgelaufenen Jahr auf weiter schwere Zeiten wegen Corona ein. Nach einem leichten Umsatzrückgang 2020 rechnet der Konzern 2021 mit einem Minus beim um Sonder- und Währungseffekte bereinigten Betriebsergebnis – im Extremfall um bis zu sechs Prozent, mindestens aber um ein Prozent. Eine entsprechende Prognose verkündete das Unternehmen aus Walldorf in der Nacht auf Freitag auf Basis vorläufiger Zahlen. Zielsetzungen zur weiteren Umsatzentwicklung oder zum Nettoergebnis 2021 gab es keine. Wegen Corona halten sich viele Kunden mit Investitionen in ihre IT zurück.

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Für das abgelaufene Jahr vermeldete SAP ein bereinigtes operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern in Höhe von 8,28 Milliarden Euro – das ist ein wenig mehr als im Vorjahr. Blendet man die Sondereffekte aus, konnte SAP beim Betriebsergebnis sogar ein Plus von 48 Prozent auf 6,62 Milliarden Euro vermelden.

Diese Entwicklung ist allerdings vor allem dem zwischenzeitlich abgestürzten Börsenkurs geschuldet, der deutlich geringere Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütungen als noch 2019 nötig machte. Beim Umsatz steht unter dem Strich für 2020 ein Rückgang von einem Prozent auf 27,34 Milliarden Euro. Zum Nettoergebnis soll es am 29. Januar Angaben geben. dpa/jung