Finanzen - Amazon-Chef ebenfalls für höhere Abgaben

Bezos stützt Steuerpläne

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Washington. Der weltgrößte Onlinehändler Amazon steht seit langem wegen Steuervermeidung in der Kritik, jetzt spricht sich ausgerechnet Konzernchef Jeff Bezos (Bild) für höhere Abgaben aus. „Wir unterstützen eine Anhebung des Unternehmenssteuersatzes“, erklärte Bezos in einer im Firmenblog von Amazon veröffentlichten Stellungnahme. Der Multimilliardär ermutigte Kongress und Regierung zu einer „richtigen, ausgewogenen Lösung, die die Wettbewerbsfähigkeit der USA aufrechterhält oder erweitert“.

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© picture alliance/dpa/AP

Die Aussagen von Bezos erfolgen vor dem Hintergrund eines billionenschweren Infrastruktur-Investitionsprogramms, das US-Präsident Joe Biden plant, und das zum Teil durch stärkere Unternehmensbesteuerung finanziert werden soll. Die Debatte um höhere Abgaben an den Fiskus war am Montag durch US-Finanzministerin Janet Yellen weiter angefacht worden, die einen globalen Mindeststeuersatz für Unternehmen forderte.

G 20 streben Einigung an

Dass Bezos oder Amazon sich öffentlich zu politisch brisanten Themen äußern, ist eigentlich ungewöhnlich. Allerdings steht der Konzern unter Druck und kann positive PR derzeit gut gebrauchen. US-Präsident Biden hatte Amazon jüngst als eines der Unternehmen gerügt, die gesetzliche Schlupflöcher nutzen, um Steuerzahlungen zu vermeiden.

Die führenden Wirtschaftsnationen (G 20) peilen bis zum Juli eine weltweite Steuerreform an. Das kündigte Italiens Finanzminister Daniele Franco am Mittwoch in Rom nach einem Onlinetreffen mit seinen Kollegen aus der G-20-Gruppe der führenden Industrie- und Schwellenländer an. dpa (BILD: dpa)

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