Wirtschaft - Aufsicht stellt korrekte Höhe in Frage Bafin nimmt K+S ins Visier

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dpa
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Die Aktie des Düngerkonzerns K+S brach um mehr als 14 Prozent ein. © dpa

Kassel. Ärger für den Düngerkonzern K+S: Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) hegt den Verdacht, dass eine wegen des Düngerpreisverfalls erfolgte Milliardenabschreibung womöglich zu niedrig ausgefallen sein könnte. Das Management von K+S geht davon aus, die Anhaltspunkte der Bafin entkräften zu können, und hat der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) die entsprechenden Unterlagen bereitgestellt. Die Aktionäre reagierten indes geschockt, der Kurs brach um mehr als 14 Prozent ein. Sie fürchten weitere Abschreibungen und womöglich sogar eine Kapitalerhöhung.

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In dem Fall geht es um Abschreibungen von zwei Milliarden Euro in der operativen Einheit „Europa+“, die die Hessen am 4. November 2020 bekannt gegeben hatten. Hintergrund waren niedrigere Annahmen zur langfristigen Kalipreisentwicklung und höhere Annahmen zum Kapitalkostensatz. Betroffen waren die deutschen Kaliwerke und das neue kanadische Werk Bethune. Die Bafin bezieht sich auf Anhaltspunkte, dass dieser Vorgang fehlerhaft gewesen und zu spät erfolgt sein könnte, wie K+S mitgeteilt hatte. In diesem Zusammenhang habe die Aufsicht die DPR mit der Prüfung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2019 sowie des Abschlusses zum 30. Juni 2020 beauftragt.