Konjunktur - Bundesregierung senkt ihre Wachstumsprognose Aufschwung kommt später

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dpa
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Minister Peter Altmaier will Firmen bei der Bürokratie entlasten. © dpa

Berlin. Der Konjunkturaufschwung in Deutschland werde laut Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier in diesem Jahr weniger Dynamik haben als erhofft. Der CDU–Politiker sprach bei der Vorstellung des Jahreswirtschaftsberichts von einem gespaltenen Konjunktur-Bild. Während sich die Industrie weiter robust zeige, sei der Dienstleistungssektor vor dem Hintergrund des Lockdowns stark betroffen. Auch sei die Corona-Lage weiter ernst.

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Vor diesem Hintergrund senkte die Bundesregierung ihre Konjunkturerwartungen für 2021. Nach einem Einbruch der Wirtschaftsleistung im vergangenen Jahr um 5,0 Prozent rechnet die Regierung mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 3,0 Prozent. Das Niveau der Wirtschaftsleistung vor der Krise dürfte erst Mitte 2022 wieder erreicht werden. In seiner Herbstprognose hatte Altmaier für 2021 noch mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 4,4 Prozent gerechnet.

Der Minister sprach sich dafür aus, die Sozialabgaben zu stabilisieren und Firmen bei Bürokratie zu entlasten. Er wisse, das viele Firmen mit Ungeduld darauf warteten, Hilfen zu bekommen, sagte Altmaier. Er machte mit Blick auf einen möglichen Missbrauch deutlich, dass der Bund eine Verantwortung gegenüber den Steuerzahlern habe. dpa