Automobil - Weltweiter Mangel an Chips bremst Produktion Audi muss kurzarbeiten

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dpa
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In Neckarsulm ruht die Audi-Produktion ab kommendem Montag. © dpa

Ingolstadt. Audi schickt nächste Woche annähernd 10 000 Mitarbeiter in Ingolstadt und Neckarsulm in Kurzarbeit, weil Chips für die elektronische Steuerung fehlen. Schon im Dezember hatte VW Engpässe bei den Halbleitern gemeldet, „jetzt hat es auch uns ereilt“, sagte eine Audi-Sprecherin am Donnerstag. In Neckarsulm ruht die Produktion der A4-Limousine und des A5-Cabrios ab kommendem Montag. Geplant ist die Kurzarbeit für insgesamt bis zu 10 200 Beschäftigte zunächst bis Ende Januar, so die Sprecherin.

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Der weltweite Mangel an Mikrochips bremst zahlreiche Autohersteller und -zulieferer. Während des Auto-Absatzeinbruchs zu Beginn der Corona-Krise im Frühjahr 2020 stellten viele Chiphersteller ihre Produktion auf Unterhaltungselektronik um – das zuletzt wieder besser laufende Autogeschäft bekam dann Engpässe zu spüren. Die Hersteller hätten aber nicht schnell genug auf die wachsende Chipnachfrage reagieren können, weil die Produktion solcher Bauteile Vorlaufzeiten zwischen drei und sechs Monaten habe, erklärte etwa Rolf Breidenbach, Chef des Licht- und Elektronikspezialisten Hella. Volkswagen hatte angekündigt, in Wolfsburg an mehreren Tagen die Produktion zu drosseln. Daimler hat für sein Kompaktwagenwerk in Rastatt ebenfalls Kurzarbeit angemeldet. dpa