Corona - Minister reagiert auf heftige Kritik der Wirtschaft Altmaier lädt zu Gipfel ein

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dpa
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Berlin. Angesichts der von Bund und Ländern beschlossenen Lockdown-Verlängerung haben sich Wirtschaftsverbände enttäuscht gezeigt. Gastgewerbe, Tourismus, Mittelstand und Immobilienwirtschaft beklagten klare Perspektiven. Der Mittelstand kritisierte „unverbindliche Versprechungen“. Der Handel vermisst den „versprochenen Plan zum Ausstieg aus dem Lockdown“ und kündigte Klagen vor Gerichten an. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) lud für Dienstag mehr als 40 Verbände zu einem „Wirtschaftsgipfel“ ein.

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Dort soll es nach Angaben einer Ministeriumssprecherin um die Corona-Beschlüsse, Wirtschaftshilfen und mögliche Öffnungsperspektiven gehen. Der Handelsverband Bayern will gegen die nun bis 7. März angeordneten Schließungen klagen. Auch der Unitex-Einkaufsverbund mit 800 angeschlossenen Mode-Einzelhändlern hat Eilanträge auf Wiedereröffnung angekündigt.

Auch im Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) war die Stimmung deutlich gedämpfter: Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges bemängelte, dass es immer noch keine Öffnungsperspektive gebe: „Dass Hotels und Restaurants in dem vorliegenden Beschluss mit keinem Wort erwähnt werden, löst in der Branche Frust und Verzweiflung aus.“ Hartges sagte: „Wir haben nicht mit einem konkreten Öffnungsdatum gerechnet, aber definitiv mit einer Aussage, wann und unter welchen Voraussetzungen Hotels und Restaurants wieder Gäste empfangen dürfen.“