Elektrotechnik - Konzern stellt neue Roboter-Generation vor ABB setzt auf Wachstum

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Alexander Jungert
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Der ABB-Standort im Mannheimer Stadtteil Käfertal. © Rinderspacher

Zürich/Mannheim. Nach einer Corona-bedingten Umsatzdelle 2020 will ABB im laufenden Geschäftsjahr wieder deutlich wachsen. Schub erhofft sich der Schweizer Elektrotechnik-Konzern vor allem vom Maschinenbau, der Energieverteilung und der Verbraucherelektronik. Das Marktumfeld dürfte sich nun schrittweise verbessern, erklärte Konzernchef Björn Rosengren.

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Im vergangenen Jahr schrumpfte der Umsatz um sieben Prozent auf 26,1 Milliarden Dollar (rund 21,8 Milliarden Euro). Trotzdem verbuchte ABB einen Rekordgewinn von 5,2 Milliarden Dollar – ein Vielfaches mehr als 2019. Das verdankt der Konzern dem Verkauf der Stromnetzsparte an Hitachi.

Autoindustrie schwächelt

Am schwächsten entwickelte sich die Robotersparte. Hier machte ABB die Auftragsflaute der Autohersteller durch Corona zu schaffen. Der Konzern will deshalb künftig verstärkt auf Abnehmer aus der Logistikbranche setzen. Ende Februar steht die Präsentation neuer Roboter an – der „Cobots“. Nur so viel ist durchgesickert: Bei Schnelligkeit und Traglast haben die neuen Roboter offenbar deutlich zugelegt. Maßgeblich sei der Standort Gilching (Bayern) beteiligt gewesen, teilt ein Sprecher mit. Mannheim und das Forschungszentrum Ladenburg in diesem Fall nicht.

400 Mitarbeiter von ABB in Ladenburg sollen im Jahr 2022 nach Mannheim umziehen. Dort entsteht auf dem Areal im Stadtteil Käfertal ein Neubau. ABB will sich künftig in der Region auf die Standorte Mannheim – dort sitzt die deutsche Landesgesellschaft – und Heidelberg konzentrieren. Heidelberg (Elektrifizierung) bleibt größter Produktionsstandort der deutschen ABB.

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Das Unternehmen hat etwa 3300 Mitarbeiter in der Region. Rund 700 Beschäftigte waren im Rahmen des Verkaufs zu Hitachi gewechselt. Hitachi-ABB plant, die Produktion von gasisolierten Schaltanlagen in die Schweiz zu verlagern. Das betrifft hauptsächlich Hanau, aber auch Mannheim. In Hanau sollen in den kommenden drei Jahren 280 Stellen wegfallen und etwa 70 bestehen bleiben. Zuletzt hieß es, das Management verhandele derzeit mit dem Gesamtbetriebsrat über einen Interessenausgleich für beide Standorte. Wie viele Jobs bei Hitachi-ABB in Mannheim gestrichen werden, ist noch unklar. Es werden aber deutlich weniger sein als in Hanau. 

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Redaktion Alexander Jungert, 1980 in Bruchsal geboren, hat beim "Mannheimer Morgen" volontiert und ist seit 2010 Wirtschaftsredakteur. Während des Studiums arbeitete er unter anderem für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und den "Tagesspiegel" in Berlin. Schreibt am liebsten darüber, was regionale Unternehmen und deren Mitarbeiter umtreibt.