Richterin drängt auf außergerichtliche Einigung

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Mannheim. Im Fall des gekündigten Betriebsratsmitglieds bei dem Softwarekonzern SAP blieb ein erster Gütetermin vor dem Arbeitsgericht Mannheim am Mittwoch erfolglos. Richterin Claudia Fath gab den zerstrittenen Parteien zwei Wochen Zeit, sich auf das weitere Vorgehen zu verständigen. Die Juristin drängte auf eine außergerichtliche Einigung unter Einsatz eines externen Mediators. „Ich bezweifele, dass ein Gerichtsverfahren die geeignete Plattform bietet, um die Vorwürfe aufzuklären“, sagte Fath. Gehe der Rechtsstreit weiter, sei ein Ausgang „völlig offen“.

Softwarekonzern SAP. © dpa
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Die Vertreter der SAP und des Betriebsrat zeigten sich bei dem Gütetermin prinzipiell offen für eine außergerichtliche Mediation. Martin Gerhardt, Geschäftsführer der Christlichen Gewerkschaft Metall (CGM), die den Betriebsrat vertritt, fordert allerdings eine finanzielle Absicherung seines Mandanten für die Dauer des Verfahrens.

Dem Betriebsrat war Anfang August fristlos gekündigt worden. Er soll über eine interne Kommunikationsplattform Mitarbeiter diffamiert und Unwahrheiten verbreitet haben. (mk)