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SAP

Aktionärsschützer gegen Wiederwahl von SAP-Aufsichtsratschef Hasso Plattner

Von 
jung
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SAP-Aufsichtsratsvorsitzender Hasso Plattner. © SAP SE/Wolfram Scheible

Walldorf. Kurz vor der Hauptversammlung an diesem Mittwoch stellen sich Aktionärsvertreter gegen die Wiederwahl des SAP-Aufsichtsratsvorsitzenden Hasso Plattner. So erklärt die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), der Nominierungsausschuss habe die dringliche Aufgabe, die Nachfolge im Aufsichtsrat und im Vorsitz zu regeln. „Offensichtlich ist der Ausschuss dieser Aufgabe bis heute nicht richtig nachgekommen“, sagt Jella Benner-Heinacher, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der DSW, laut Mitteilung. Dabei warteten Aktionärinnen und Aktionäre schon lange darauf. „Eine Nachfolgeregelegung für den Aufsichtsratsvorsitz ist überfällig“, findet auch Markus Golinski, Fondsmanager von Union Investment, im „Spiegel“.

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Strippenzieher im Hintergrund

Plattner, 78, will sich auf der virtuellen Hauptversammlung ein letztes Mal zur Wiederwahl stellen – die Amtszeit soll bis 2024 dauern. Der SAP-Mitgründer führt das Gremium seit fast 20 Jahren. Bis heute gilt er im Hintergrund als Strippenzieher, deswegen sehen einige Aktionärsvertreter eine problematische Machtkonzentration. Plattner hält 6,2 Prozent der Anteile am Walldorfer Softwarekonzern.

Am Mittwoch ist Streit über das neue Joint Venture SAP Fioneer zu erwarten, das Geschäft mit spezieller Software für Finanzdienstleister. An dem Deal soll auch eine Vermögensgesellschaft beteiligt gewesen sein, die der Plattner-Stiftung zuzurechnen ist. „Dies ist per se nicht kritisch, aber es muss in jedem Fall sichergestellt sein, dass die Bewertung der zu erwerbenden Unternehmensanteile von Anfang an unabhängig erfolgt, so wie dies für eine börsennotierte Aktiengesellschaft üblich ist“, sagt Benner-Heinacher.

Die DSW merkt zudem an, dass ständige Wechsel im Vorstand von SAP fast schon „Normalzustand“ seien. So bedauert die Schutzervereinigung den Rückzug von Finanzchef Luka Mucic im nächsten Jahr. Er sei für Investoren „immer der Fels in der SAP-Brandung“ gewesen, erklärt Benner-Heinacher. jung

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