Pandemie Corona belastet Roches Pharma-Sparte

Von 
Madeleine Bierlein
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Die Pharma-Firma Roche hat auch einen Standort in Mannheim. © dpa

Basel/Mannheim. Der Pharmakonzern Roche hat im vergangenen Jahr in seiner Diagnostiksparte vom florierenden Geschäft mit Covid-19-Tests profitiert. Weil aber wegen der Pandemie weniger Menschen zum Arzt gingen, liefen die Geschäfte in der Pharmasparte schlechter. Das erste Mal seit langer Zeit verzeichnete der Pharmariese einen Rückgang seiner Verkäufe. Zudem belastete der starke Schweizer Franken. Konzernweit gingen so die Umsätze um 5 Prozent auf rund 58,3 Milliarden Franken (53,9 Mrd Euro) zurück, wie das Unternehmen am Donnerstag in Basel mitteilte. Währungsbereinigt kam noch ein Plus von einem Prozent heraus.

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Die Diagnostiksparte hingegen schnitt stark ab, deren Umsatz stieg um 14 Prozent. Im Kampf gegen das Coronavirus spielt Mannheim, mit rund 8400 Mitarbeitenden einer der größten Roche-Standorte weltweit,  eine zentrale Rolle. Roche hat insgesamt 12 Tests in Zusammenhang mit Covid-19 entwickelt, darunter PCR-Tests und Schnelltests,die eine Infektion anzeigen, außerdem Antikörper-Tests, die klären sollen,ob in der Vergangenheit eine Infektion vorlag.  Die Kits für diese Tests werden zu einem großen Teil in Mannheim abgefüllt, verpackt und vom Zentrallager aus in 170 Länder verschickt.

Der um Sondereffekte bereinigte Kerngewinn je Aktie rutschte um 5 Prozent auf 19,16 Franken. Wegen geringerer Wertberichtigungen stieg unter dem Strich jedoch der Gewinn um 7 Prozent auf rund 15,07 Milliarden Franken. Die Dividende soll nunmehr auf 9,10 Franken steigen.

Auch im neuen Jahr 2021 werde die Konkurrenz durch biopharmazeutisch hergestellte Nachahmermittel anhalten, warnte das Management um Konzernchef Severin Schwan. Der Konzern rechnet dennoch ähnlich wie im Vorjahr währungsbereinigt mit einem Wachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Für den Kerngewinn je Aktie wird ein Wachstum angestrebt, das weitgehend dem Verkaufswachstum entspricht. Roche sei auch bestrebt, die Dividende weiter zu erhöhen. (dpa/mad)

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Redaktion Stellvertretende Nachrichtenchefin mit den Schwerpunkten Gesundheit, Umwelt, Soziales