Energie - Erstes Quartal bringt Ergebniszuwächse in allen Segmenten / Prognose für das Gesamtjahr bekräftigt MVV startet neues Jahr mit dickem Plus

Von 
Martin Geiger
Lesedauer: 

Mannheim. Höheres Ergebnis trotz niedrigerem Umsatz: Das neue Geschäftsjahr hat für das Mannheimer Energieunternehmen MVV nach Einschätzung seines Vorstandsvorsitzenden Georg Müller gut begonnen. Das sagte er einer Mitteilung zufolge anlässlich der Veröffentlichung der Kennzahlen für das erste Quartal, das für die MVV mit dem vergangenen Jahr endete.

AdUnit urban-intext1

Demnach hat der Mannheimer Versorger sein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 17 Millionen auf 98 Millionen Euro erhöht. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einer Steigerung um 21 Prozent. Und das, obwohl der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um sechs Prozent gesunken ist.

Juwi macht gute Geschäfte

Drei Faktoren haben nach Unternehmensangaben diese Entwicklung insbesondere befeuert: Die Inbetriebnahme des Gasheizkraftwerks in Kiel, das nach einigen Verzögerungen vor rund einem Jahr ans Netz gegangen ist; das gute Projektentwicklungsgeschäft bei den erneuerbaren Energien, wo vor allen Dingen die Tochtergesellschaft Juwi etwa in Griechenland, Südafrika und den USA Erfolge vermelden konnte; und die Neubewertung der Anteile an der Fernwärme Rhein-Neckar GmbH, die im Zuge der vollständigen Übernahme der Anteile der EnBW erfolgte und nach Angaben eines Sprechers zu einem einmaligen Ergebniseffekt im einstelligen Millionenbereich führte.

Aber auch alle anderen Berichtssegmente konnten laut MVV Ergebniszuwächse vermelden, so dass Müller zufrieden konstatierte: „Wir sind strukturell gut aufgestellt und verfügen über robuste Geschäftsmodelle, die sich im Gesamtportfolio ausgleichend ergänzen.“

AdUnit urban-intext2

Die Umsatzeinbußen erklärte der Sprecher vor allen Dingen mit einem coronabedingten Rückgang der Großhandelsmengen am Energiemarkt, der auf das Ergebnis jedoch keine Auswirkungen gehabt habe. Das Gleiche gelte für die – ebenfalls durch die Pandemie verursachte – Verzögerung der Inbetriebnahme des 135 Millionen Euro teuren Heizkraftwerks im schottischen Dundee.

Entsprechend bekräftigte die MVV ihre Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Demnach soll, auch wenn die Unsicherheit aufgrund der Pandemie groß sei, mindestens das Vorjahresniveau erreicht werden. Zuletzt lag das Ergebnis bei 233 Millionen Euro. Sollten sich die Corona-Auswirkungen in Grenzen halten, sei auch eine Steigerung möglich.

AdUnit urban-intext3

Hinsichtlich des von Ingolstadt gekündigten Konsortialvertrags über die Beteiligung der MVV an den dortigen Stadtwerken gebe es keinen neuen Sachstand, so der Sprecher. Das weitere Vorgehen werde in künftigen Gesprächen festgelegt.

Redaktion Reporter im Bereich "Welt"