General Electric - Gewerkschaft kritisiert Pläne des US-Konzerns

IG Metall warnt GE vor Jobabbau

Von 
Bettina Eschbacher
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Rund 250 Menschen arbeiten noch bei GE in Mannheim. © rinderspacher

Mannheim. Die IG Metall warnt vor einer weiteren „großen Restrukturierung“ des US-Konzerns General Electric (GE) und der zu GE gehörenden Serviceeinheit FieldCore. „Seit der Übernahme von Alstom Power durch GE 2015 ist dies nun schon die vierte größere Restrukturierungswelle, die unter anderem auch Mannheim, Neumark, Berlin und Stuttgart wiederholt treffen wird“, heißt es in einer Mitteilung der Gewerkschaft. Das Unternehmen schrecke auch bundesweit nicht vor der Schließung von Standorten zurück.

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Ein GE-Sprecher erklärte auf Anfrage: „In unserer vorgeschlagenen Strategie würden wir uns auch weiterhin auf Services für Dampfturbinen und Generatoren fokussieren, aber wir planen unsere Kapazitäten den Realitäten des sich rasch verändernden Energie-Marktes anzupassen.“ Details zu den Auswirkungen dieser Anpassungen auf den Standort Mannheim wollte er mit Hinweis auf die laufenden Verhandlungen mit Arbeitnehmervertretern nicht nennen. Eine Standort-Schließung steht aber offenbar nicht auf dem Plan. In Mannheim arbeiten rund 250 Beschäftigte unter anderem im Service für konventionelle Kraftwerke. GE will sich aber künftig auf erneuerbaren Energien und Kraftwerkstechnik konzentrieren.

Alternativ-Konzept angekündigt

Mannheim sei schon in vergangenen Jahren hauptsächlich auf den Bereich Wartung und Services für Dampfturbinen für Stromerzeugung und industrielle Anwendungen fokussiert, so der Sprecher. Das solle auch weiterhin Teil der vorgeschlagenen zukünftigen Kernstrategie der Geschäftseinheit GE Steam Power bleiben. „Der Standort Mannheim wird für unsere Kunden weiterhin in diesen Bereichen tätig sein“, erklärte der GE-Sprecher. Außerdem sollen ausgegliederte Service-Einheiten teilweise wieder in Mannheim konzentriert werden.

Die IG Metall wiederum erklärte, sie werde gemeinsam mit dem Konzernbetriebsrat und dem beauftragten Beratungsunternehmen Alternativen zu den Konzernplänen entwickeln. Sollte das Unternehmen sich nicht darauf einlassen, werde man mit den Beschäftigten Widerstand organisieren, kündigte Janna Köke, Geschäftsführerin der IG Metall Mannheim an. 

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Redaktion Bettina Eschbacher ist die Koordinatorin Wirtschaft und Wirtschaftsredakteurin.