Schmierstoffe - Ergebnis soll im zweiten Quartal deutlich sinken Fuchs Petrolub erwartet „deutliche Einbußen“

Von 
Frank Schumann
Lesedauer: 
Das Logo des Schmierstoffspezialisten Fuchs Petrolub in Mannheim. © dpa

Mannheim. Der Schmierstoffhersteller Fuchs Petrolub rechnet angesichts der Corona-Pandemie mit deutlichen Auswirkungen auf sein Geschäft und hat die Prognose für das Gesamtjahr 2020 zurückgenommen. Das Mannheimer Familienunternehmen rechnet im zweiten Quartal mit „deutlichen Ergebniseinbußen“ in der Größenordnung von 50 Prozent, auf das erste Halbjahr bezogen mit einem Rückgang von 30 Prozent. „Auch diese Aussage ist mit großer Unsicherheit behaftet“, sagte Finanzvorstand Dagmar Steinert bei einer Telefonkonferenz am Donnerstag.

AdUnit urban-intext1

Trotz des düsteren Ausblicks zeigte sich Vorstandschef Stefan Fuchs zuversichtlich, die Krise meistern zu können: „Ich glaube, wir sind ganz gut aufgestellt“, sagte er. Fuchs verweist unter anderem auf die globale Aufstellung des Unternehmens und den breit gestreuten Branchenmix bei den Kunden. So dürften die Geschäfte im zweiten Quartal zwar in Europa und den USA nachlassen, gleichzeitig komme der chinesische Markt aber „langsam wieder in Fahrt“.

Zudem verwies Fuchs auf die solide Bilanz, die für das Familienunternehmen eine Eigenkapitalquote von 77 Prozent ausweise. Auch Finanzchefin Steinert betonte, dass das Unternehmen keine Hilfen wie etwa einen staatlichen KfW-Kredit in Anspruch nehmen müsse. „Das schließen wir absolut aus“, sagte sie. „Wir sehen uns bilanziell und insbesondere im Hinblick auf die Liquidität sehr solide aufgestellt.“

Bis auf zwei Niederlassungen in Argentinien und Indien laufen nach den Worten des Vorstandschefs weltweit alle Fuchs-Standorte. Allerdings sei am Stammsitz Mannheim im zweiten Quartal „ein Großteil der Belegschaft“ in Kurzarbeit, bei einem Umfang von zehn bis 30 Prozent. Das Unternehmen stockt das Kurzarbeitsgeld auf 90 Prozent des Lohns auf. Aktuell beschäftigt Fuchs in Mannheim 978 Mitarbeiter.

AdUnit urban-intext2

Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres hielten sich die Auswirkungen der Corona-Pandemie bei Fuchs noch in Grenzen. Deutschland profitierte noch von hohen Konzernlieferungen nach China, in Nordamerika setzte sich das Wachstum auch bedingt durch Zukäufe fort. Der Umsatz in den ersten drei Monaten lag mit 616 Millionen Euro knapp unter dem Vorjahreswert von 642 Millionen Euro. Auch beim Ebit gab es mit 72 Millionen Euro einen vergleichbaren Rückgang (Vorjahr: 77 Millionen). Das Ergebnis nach Steuern ging von 55 auf 51 Millionen Euro zurück.

Autor