Im Test - Der Kia Sorento besticht mit einem grundsoliden Auftritt, hochwertigen Materialien und pfiffigen Details Viel Platz für die ganze Familie

Von 
Stephan Eisner
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Mannheim. Auch wenn sie häufig in der Kritik stehen: SUV sind die neuen Familienautos. Es gibt kaum noch Vans – und wer drei Kinder samt Gepäck sicher von A nach B transportieren will, braucht Platz. Und falls das Ganze noch in einem schicken Rahmen verpackt und komfortabel geschieht, sind auch die Eltern zufrieden. Der neue Kia Sorento ist so ein Vertreter, er sticht mit seinen markanten Formen aus der Masse heraus.

Kia Sorento 2,2 CRDi Spirit

Motor: Vierzylinder-Diesel

Hubraum: 2151 ccm

Leistung: 148 kW / 202 PS

Max. Drehmoment: 440 Nm

Antrieb: Allradantrieb, Acht-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe

Höchstgeschw.: 202 km/h

Beschleunigung: 9,2 Sekunden von 0-100 km/h

Verbrauch pro 100 Kilometer (lt. Hersteller): 5,7 l, Testverbrauch: 6,9 l

CO2-Emission: 150 g/km

Länge: 4810 mm, Breite: 1900 mm, Höhe: 1695 mm

Schadstoffeinstufung: Euro 6d-TEMP

Leergewicht: 1852 kg

Kofferraum: 705 bis 2100 Liter

Preis: 51 290 Euro

Serienausstattung: LED-Scheinwerfer, Bose Surround-Sound-System, Leichtmetallfelgen, el. Heckklappe, Lederausstattung „Nero“, Navigationssystem, Klimaautomatik, Rückfahrkamera, getönte Scheiben, diverse Assistenzsysteme. se

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Der Sorento basiert auf einer neuen Plattform, die auf die Integration elektrifizierter Antriebe zugeschnitten ist. Es gibt ihn auch als Plug-in Hybrid, dessen Batterie unterhalb der ersten Sitzreihe in den Fahrzeugboden eingebaut ist. Dadurch bietet er nahezu die gleichen Platzverhältnisse wie seine Modellgeschwister. Und hier reden wir von fürstlichen Verhältnissen. Selbst auf der Rückbank muss niemand um seine Knie fürchten, alles wirkt luftig. Und wer einmal zu siebt unterwegs sein will, kann sich für 990 Euro die dritte Sitzreihe ordern. Selbst dann bietet der Kofferraum noch Unterschlupf für zwei große Taschen. Sind alle Rücksitze umgelegt, steht auch einer Hilfe bei einem Umzug nichts im Weg.

Was die Qualität der Materialien und der Verarbeitung im Innenraum angeht, haben die Koreaner die Japaner inzwischen hinter sich gelassen. Was der Sorento bietet, muss den deutschen Premium-Herstellern Angst machen. Alles sitzt perfekt, wirkt extrem hochwertig und fühlt sich auch so an.

Respektabler Verbrauch

Fällt der Blick auf den Preis des Kia, muss man sicherlich erst einmal schlucken. Mehr als 50 000 Euro sind ein Wort, aber die mehr als üppige „Spirit“-Ausstattung mit Ledersitzen, dem Bose-Surround-Sound-System oder einer Ambientebeleuchtung beeindruckt. Die Aufpreisliste gibt fast nichts mehr her. Und es sind die pfiffigen und innovativen Details, die ein gutes Fahrzeug auszeichnen. Der aktive Totwinkelassistent mit Monitoranzeige etwa, die beim Blinken im linken oder rechten Teil des volldigitalen Cockpits erscheint. Seitenkameras schalten so den toten Winkel aus.

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Der Testwagen wurde als Diesel geliefert. Der große Vorteil des Selbstzünders ist, dass er zurzeit zu den effektivsten Antrieben zählt, die auf dem Markt zu haben sind. Er arbeitet extrem leise, ist dank seiner 440 Newtonmeter durchzugsstark und fühlt sich in keiner Fahrsituation kraftlos an. Und trotz des munteren Vorankommens hat der große Sorento nur respektable knapp sieben Liter verbraucht.

Das Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe verrichtet seine Arbeit unaufgeregt und nahezu ruckfrei – eine rühmliche Ausnahme seiner Gattung. Es passt gut zu dem Familienwagen, der auch in Sachen Federung keinen Grund zum Klagen liefert. Sie ist knackig, aber nicht völlig unkomfortabel. Eine schöne Mischung.

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Es bleibt am Ende die Frage, wo das Haar in der Suppe zu finden ist? Der Sorento hat sich als Musterknabe präsentiert – und er setzt seiner Vorstellung noch ein Krönchen auf, in dem er wie alle seine Modellbrüder bei Kia sieben Jahre lang oder für 150 000 Kilometer Laufleistung Garantie bietet.

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Info: Fotostrecke unter morgenweb.de/auto

Autor Nach dem Volontariat bei den "Fränkischen Nachrichten" seit dem Jahr 2000 beim "Mannheimer Morgen". Über viele Jahre hinweg im Ressort Chef vom Dienst unter anderem für die Seite 3, die Aus-aller-Welt-Seiten und das "Wochenende" zuständig. Daneben über 10 Jahre lang als Ausbildungsredakteur für den journalistischen Nachwuchs verantwortlich. Ab 2013 zusätzlich Testredakteur der Auto-Seiten. Seit Oktober 2015 Projektredakteur des "Mannheimer Morgen". Der Kontakt zu den Lesern, das Bearbeiten der Leserbriefe, Sonderhefte, Serien und alle Projekte rund um die Redaktion sowie der enge bereichsübergreifende Kontakt in der Dr-Haas-Mediengruppe gehören heute zu seinen Aufgaben.