So sind Sie für den Winter gerüstet

Von 
Andreas Reiners
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mid Groß-Gerau - Als Autofahrer sollte man gut auf die winterlichen Verhältnisse vorbereitet sein. © Pixabay.com

Der Winter hat Deutschland fest im Griff. Für Autofahrer sind die widrigen Verhältnisse eine Herausforderung. Um ideal vorbereitet zu sein, haben der ADAC und der ACE Auto Club Europa Tipps zusammengestellt.

Um den Durchblick zu behalten, sollte der Frostschutzanteil im Wischwasser geprüft werden. Ist er zu gering, drohen zugefrorene Leitungen und Schäden am Wischwassersystem. Deshalb sollte der Anteil des Frostschutzmittels erhöht werden, sodass auch Temperaturen von -25 Grad kein Problem sind. Achtung: Bei manchen Frostschutzmitteln ist schon bei minus 20 Grad Schluss mit Schutz. Es sollten unbedingt die individuellen Herstellerempfehlungen beachtet werden.

Mit wenig Sprit im Tank oder kaum geladenen Akkus im E-Auto sollte keine längere Fahrt angetreten werden. Sonst wird es schnell problematisch, wenn man im Stau steht, eine Panne oder einen Unfall hat: Ohne Sprit oder Strom ist die Fahrt im ungünstigen Fall in eisiger Kälte vorbei und es wird sehr schnell kalt im Fahrzeug. Im schlimmsten Fall drohen sogar Unterkühlung und gesundheitliche Schäden.

Autoscheiben mit heißem Wasser zu enteisen ist übrigens keine Option. Das kann zu Sprüngen in den Scheiben und fatalen Schäden führen. Dies ist nicht nur gefährlich, sondern geht auch ins Geld, wenn eine neue Scheibe fällig wird. Stattdessen die Scheiben mit einer Schutzfolie abdecken, zur Not tut es auch ein Stück Pappe. Aber Achtung: Die Scheiben müssen trocken sein, wenn Folie oder Pappe aufgelegt werden, sonst kann beides festfrieren und unschöne Spuren hinterlassen. Zum Enteisen eignen sich ein Enteiser-Spray oder der traditionelle Eiskratzer.

Wenn sich die Autotür nach einer frostigen Nacht nicht mehr öffnen lässt, gilt es zuerst herauszufinden, ob die Gummidichtungen aneinander festgefroren sind oder die Schließmechanik vereist ist. Ist das typische mechanische Geräusch der Zentralverriegelung hörbar und lässt sich der Schlüssel in das Schlüsselloch einfügen und drehen, aber die Tür geht trotzdem nicht auf, dann liegt es an den Gummiumrandungen der Tür.

Wichtig: Eine zugefrorene Autotür nie gewaltsam aufziehen, sonst kann das festgefrorene Material reißen. Stattdessen von außen gegen die Autotür drücken. So kann sich das Eis aus den Zwischenräumen der Dichtungen lösen, auch leichtes Klopfen gegen das Türblech kann helfen. Kommt man über eine andere Tür ins Fahrzeug, von Innen versuchen die vereiste Fahrertür vorsichtig aufzudrücken. Denn vor Fahrtantritt muss sich die Fahrertür wieder öffnen lassen, damit zum Beispiel im Fall eines Unfalls Hilfe geleistet werden kann.

Eine weitere Möglichkeit: Warmes (auf zirka 50 Grad erhitztes) Wasser vorsichtig rund um den Türrahmen gießen. Aber niemals kochendes Wasser verwenden, das kann den Lack beschädigen. Lässt sich die Tür wieder öffnen, die Türinnenseite und die Türdichtungen abtrocknen, um ein erneutes Einfrieren zu vermeiden. Bei mehreren frostigen Nächten kann man die Dichtungen mit einem Pflegeprodukt für Türdichtungen präparieren.