So bekommt man das Auto wieder zum Laufen

Von 
Andreas Reiners
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mid Groß-Gerau - Um Starthilfe zu geben, ist entweder ein Starthilfegerät oder ein zweites Fahrzeug plus Starthilfekabel notwendig. © Dekra

Autobatterien leiden in der kalten Jahreszeit ganz besonders. Denn elektrische Verbraucher wie Licht, Gebläse, Scheibenwischer sowie Heizungen sind gleichzeitig in Betrieb und fordern die Ladekapazität. Und irgendwann ist die Batterie zu schwach für den Startvorgang. Der ACE Auto Club Europa, Deutschlands zweitgrößter Autoclub, erklärt Schritt für Schritt, wie man das Auto wieder zum Laufen bekommt und welche Fehler vermieden werden sollten.

Um Starthilfe zu geben, ist entweder ein Starthilfegerät oder ein zweites Fahrzeug plus Starthilfekabel notwendig. Damit die Länge der Starthilfekabel ausreicht, sollte das Spenderfahrzeug so abgestellt werden, dass sich dessen Batterie möglichst nahe an der des Empfängerfahrzeugs befindet.

Erster Schritt bei der Starthilfe: Die Zündung beider Fahrzeuge muss ausgeschaltet sein und das Starthilfekabel muss an beiden Fahrzeugen angeschlossen werden: Zuerst wird das rote Plus-Kabel mit den Plus-Polen beider Batterien verbunden. Es ist darauf zu achten, dass die roten Klemmen nicht versehentlich mit anderen Teilen des Autos in Berührung kommen können.

Zweiter Schritt: Das schwarze Minus-Starterkabel nicht direkt an den Batterien anschließen, sondern an unlackierten Metallteilen. Oft gibt es hierfür spezielle "Massepunkte". Um diese zu finden, ist die Gebrauchsanleitung hilfreich. Achtung: Immer genug Abstand zu drehenden Motorteilen einhalten!

Dritter Schritt: Wenn beide Kabel fest an den jeweiligen Kontaktpunkten sitzen, wird der Motor des "Spenderfahrzeugs" gestartet. Er sollte zunächst etwa fünf bis zehn Minuten laufen, damit zur teilentladenen Batterie des "Empfängerautos" genügend Energie fließen kann. Danach erfolgt der Startversuch des Empfängerautos. Vorher das Getriebe in den Leerlauf schalten beziehungsweise die Automatikschaltung auf Parkstellung stellen. Springt der Motor an, sollte ein starker Verbraucher wie die Heckscheibenheizung oder das Gebläse eingeschaltet werden. So werden Spannungsspitzen vermieden. Vorsicht: Wenn das Auto nach etwa drei Versuchen immer noch nicht anspringt, sollte die Starthilfe abgebrochen werden. In diesem Fall liegt der Defekt möglicherweise nicht an der Batterie.

Vierter Schritt: Die Startkabel werden nun in umgekehrter Reihenfolge abmontiert: Zuerst das schwarze, dann das rote Starthilfekabel entfernen. Danach Verbraucher nach Möglichkeit wieder abschalten.

Nach der Starthilfe am besten etwa eine Stunde auf der Landstraße oder Autobahn fahren. Dabei möglichst wenig Verbraucher anschalten, damit die Batterie so voll werden kann, dass das Fahrzeug sicher mehrmals gestartet werden kann. Aber Vorsicht: Von einer vollständig geladenen Batterie kann dann nicht die Rede sein.