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Scharfer Elektrostromer: Ford Mustang Mach E

Von 
Mike Neumann
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mid Waldbronn - Eine imposante Erscheinung ist der Ford Mach-E. Individuell wie das ganze Fahrzeug ist auch der Kühlergrill. Prominent mit dem "Pony" versehen bietet Ford den Kunden mehrere Optionen, um sich den "eigenen" Kühlergrill zu ordern. © Mike Neumann / mid

Seit 57 Jahren elektrisiert der Ford Mustang seine Fangemeinde. Er steht für Freiheit und Abenteuer, ein "Pony Car" mit V8-Motor aus den 1960er Jahren. Jetzt ist die Ikone bereit für die elektrifizierte Zukunft: Mit dem Mustang Mach-E, einem 5-türigen Crossover-SUV präsentieren die Kölner eine rein elektrisch angetriebene Modell-Variante. Der Motor-Informations-Dienst (mid) startet einen ersten Praxistest mit dem Stromer.

Die Markenausrichtung "Bereit für morgen" setzt den Schwerpunkt auf die Zukunft des Unternehmens. Bereits 1914 gab es bei Ford das Detroit Electric Model 47, der Wagen von Clara Ford. Jetzt soll an diese Tradition angeknüpft werden.

Eine imposante Erscheinung ist der Ford Mach-E allemal: Individuell wie das ganze Fahrzeug ist auch der Kühlergrill. Prominent mit dem "Pony" versehen bietet Ford den Kunden mehrere Optionen, um sich den "eigenen" Kühlergrill zu ordern und um sich von der Menge abzuheben. Dieses typische Markenzeichen zieht sich über die maskulin gezeichnete Fronthaube, gepaart mit der markanten Heckpartie und den dreiteiligen Rückleuchten des Ford Mach-E.

Der Innenraum des "Ponys" ist wertig verarbeitet. Bequemes Gestühl, feines Leder, kein Hartplastik-Eindruck. Platz gibt es reichlich, die Knie stoßen nirgends an. In der Mitte des Cockpits prangt senkrecht ein 15,5-Zoll-Touchscreen mit einer 39 Zentimeter Bildschirmdiagonale. Er enthält alle wichtigen Informationen und Funktionen, die der Fahrer benötigt. Ansonsten präsentiert sich das gesamte Cockpit aufgeräumt und spartanisch. Nur noch ein kleiner Bildschirm ist hinter dem Lenkrad eingelassen.

Praktisch ist die induktive Ladeschale für das Mobiltelefon, diese nimmt auch sehr große Modelle auf. Hinter dem Lenkrad ist eine Kamera angebracht, diese registriert, wenn die Hände während der Fahrt das Lenkrad loslassen. Für die Ohren gibt es optional ein B&O Sound-System mit ordentlich Dampf. Ein auf Wunsch lieferbares Panoramadach verfügt über eine besondere Eigenschaft: Dank einer speziellen Beschichtung des Glases hält es Infrarot- und Ultraviolettstrahlung fern. Dies soll im Sommer für einen kühleren und im Winter für einen wärmeren Innenraum des Elektro-Stromers sorgen. Die hinteren Türen sind nur per Touch zu öffnen, bei den Vordertüren findet sich noch ein kleiner Hebel.

Was besonders gefällt ist ein 100-Liter-Front-Kofferraum, der Platz für Handgepäck bietet. Da er, wie die MegaBox im neuen Ford Puma, ein Wasser-Abflussventil besitzt, lässt er sich leicht reinigen und eignet sich dadurch zum Lagern der Schmutzwäsche nach dem Joggen oder aber für Proviant für ein Picknick. Der ansonsten überflüssige Stauraum kann so sinnvoll genutzt werden. Der gesamte Kofferraum ist geräumig, zwischen 402 und 1.420 Liter Zuladung sind möglich.

Der getestete Ford Mach-E mit 351 PS und 580 Newtonmetern vermittelt echte Fahrfreude. Beim leichten Druck aufs Gas/Strompedal gelingt der Sprint von null auf 100 Stundenkilometer in 5,8 Sekunden. Der Stromer hat einen Dualmotor und Extended Range-Akku (88 kWh) sowie Allradantrieb. Die Spitzengeschwindigkeit bei der Testfahrt beträgt 180 km/h, dann ist der Mach-E ab Werk abgeregelt.

Die Akkus sitzen jeweils zwischen den Achsen im Fahrzeugboden. Hierdurch senken sie den Schwerpunkt des Fahrzeugs. Überholen ist mit dem Mach-E ein Kinderspiel. Im Innenraum haben die Kölner den V8 Motorsound vom Sound-Composer generiert.

Und wie sieht es mit der Reichweite aus? Es gibt zwei Batterie-Optionen, mit Heck- oder Allrad-Antrieb sowie in verschiedenen Leistungsstufen. Die Standard-Batterie besitzt 288 Lithium-Ionen-Zellen und hat eine Speicherkapazität von 75 Kilowattstunden (kWh) - das reicht für eine WLTP-Reichweite von bis zu 440 Kilometern. Die optionale Extended Range-Batterie mit 99 kWh und 376 Zellen ermöglicht eine nochmals größere Reichweite: Das heckangetriebene Modell kann mit voller Batterie gemäß WLTP-Zyklus bis zu 610 Kilometer zurücklegen, bevor es wieder aufgeladen werden muss, so der Hersteller. Strom kann an der Steckdose geladen werden oder an einer von über 125.000 Ladestationen des FordPass Charging-Netzwerks in 21 europäischen Ländern.

Der Basispreis des neuen Ford Mustang Mach-E beträgt 46.900 Euro.

"Der Mustang Mach-E ist eines der faszinierendsten Fahrzeuge in der bisherigen Unternehmensgeschichte von Ford", sagt Roelant de Waard, General Manager Passenger Vehicles Ford of Europe. "Dieses voll-elektrische, komplett neu entwickelte Modell ist einzigartig, aber dennoch unverkennbar ein Mustang."

Ganz aktuell schafft es der Kölner bei den Guiness World Records, volle 800 Kilometer mit einer Akkuladung zurückzulegen. Das ist doch mal ein echtes Kaufargument.

Mike Neumann / mid

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