Regierungsfahrzeuge könnten ab sofort alle klimaneutral fahren

Von 
Solveig Grewe
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mid Groß-Gerau - Die P1 Performance Fuels GmbH mit Sitz in Berlin entwickelt umweltfreundliche Alternativen zu fossilen Kraftstoffen. © P1 Performance Fuels GmbH

Das Start-up P1 Performance Fuels GmbH bietet jetzt an einer ausgewählten Berliner Tankstelle seinen synthetischen, klimaneutralen Kraftstoff P1 für Verbrenner-Fahrzeuge der Bundesregierung an. Gut 95 Prozent der Fahrzeugflotte der Bundesregierung sind noch Verbrenner-Fahrzeuge.

Der benötigte Strom zur Herstellung des C02-neutralen Kraftstoffs, unter anderem bei der Elektrolyse von Wasserstoff, wird nur aus Erneuerbaren Energien gewonnen. Er erreicht eine CO2-Reduktion von über 90 Prozent (Well-to-Wheel, also unter Berücksichtigung der gesamten Wirkungskette) im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen.

P1 basiert auf jahrelanger Entwicklung und Erprobung. Dabei wurde er nach besonderen Prüfungen der Rallye-Weltmeisterschaft (FIA World Rally Championship) unter den härtesten Bedingungen in der ganzen Welt entwickelt: von der Sahara bis zu den nordischen Gletschern. Die Universität Darmstadt hat den Kraftstoff in Pkws getestet, wo die Emissionen und die Verträglichkeit geprüft wurden.

"Mit diesem neuen Angebot setzen wir ein klares Zeichen: Der klimaneutrale Betrieb von Verbrennermotoren ist schon jetzt möglich", kommentiert Martin Popilka, CEO von P1, das neue Angebot. Gemeinsam mit der Politik müssten Wege gefunden werden, die technischen Lösungen in einem größeren Maßstab anzuwenden und klimaneutralen Kraftstoff für Verbraucher attraktiv zu machen.

Dieser Kraftstoff sei ein notwendiger Baustein, damit Deutschland bis 2045 klimaneutral wird, weil einige Fahrzeugtypen weiterhin mit Verbrenner-Motoren betrieben werden müssten. Die Regierungsbehörden würden nun eingeladen, mit einem ersten Schritt ein wichtiges Zeichen zu setzen, wenn sie Teile ihrer Fahrzeugflotte mit CO2-neutralem Kraftstoff betreiben. P1 könne von jedem Fahrzeug ohne technische Änderungen verwendet werden kann. Damit können die 1,6 Milliarden Verbrennungsmotoren, die heute auf den Straßen unterwegs sind, durch einen einfachen Kraftstoffwechsel dekarbonisiert werden.

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