Rallye-WM: Am Polarkreis geht es heiß her

Von 
Andreas Reiners
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mid Groß-Gerau - M-Sport Ford tritt bei der Arctic Rallye Finnland mit zwei Fiesta WRC an. © Ford

Die Rallye-WM macht Station am Polarkreis: Die Arctic Rallye Finnland steht erstmals auf dem Kalender und der zweite Saisonlauf rund um die Weihnachtsmann-Metropole Rovaniemi ist in dieser Saison die einzige reine Schnee-Veranstaltung des Jahres. Mit am Start: M-Sport Ford mit insgesamt drei Fiesta.

Im Cockpit der beiden von einem Ford EcoBoost-Vierzylindermotor mit 1,6 Litern Hubraum angetriebenen World Rally Cars nehmen der Finne Teemu Suninen und Beifahrer Mikko Markkula sowie Gus Greensmith und Elliott Edmondson Platz. Darüber hinaus vertrauen mit Lorenzo Bertelli und Janne Tuohino auch zwei Privatiers auf den rund 400 PS starken Turbo-Allradler von Ford, der auf dem in Köln-Niehl produzierten Fiesta basiert. In der WRC2-Kategorie setzt M-Sport-Teamchef Richard Millener zudem einen Ford Fiesta Rally2 für Adrien Fourmaux/Renaud Jamoul ein. Das französisch-belgische Duo trifft dort unter anderem auf Routinier Martin Prokop: Der Tscheche pilotiert ebenfalls einen Fiesta Rally2.

Die Rallye hält sowohl für Fahrer als auch Teams und Rallye-Autos verschärfte Bedingungen bereit. Neben den komplett mit Schnee bedeckten und vereisten Waldwegen steht vor allem die extreme Kälte im Mittelpunkt: Die Meteorologen sagen Temperaturen von bis zu minus 30 Grad Celsius voraus.

Dabei sind Wintertage am Polarkreis nicht nur eiskalt, sondern auch besonders kurz: Einige der zehn Wertungsprüfungen (WP), die über eine Gesamtdistanz von 251,08 Kilometern führen, nehmen die Lenkrad-Akrobaten bei Dunkelheit unter die Räder. Und obwohl die Arctic Rallye ausschließlich auf Schnee und Eis ausgetragen wird, wird sie voraussichtlich zu den schnellsten Veranstaltungen im WM-Kalender gehören. Besonderheit: Die Driftkünstler integrieren die hohen Schneewälle entlang der Wertungsprüfungen in ihre Ideallinie und "lehnen" sich gezielt daran an. Wer hierbei jedoch einen falschen Winkel wählt, kann mit dem Wagen in den Schneebänken stecken bleiben oder sie gar durchbrechen.